Postbank, Eon- und RWE-Töchter
Pipeline mit Börsenkandidaten ist gut gefüllt

Deutschland hat sich als Standort für Börsengänge zurückgemeldet. Auch im kommenden Jahr wird es spannende Debüts geben. Dabei stehen Banken, Energiekonzerne und Technologieaktien im Fokus.

FrankfurtEs war dann am Ende doch noch ein guter Jahrgang – zumindest was die Zahl der Börsengänge angeht, wenn auch die Kursentwicklung der Newcomer zu Wünschen ließ. Insgesamt wagten 15 Unternehmen in Deutschland im Jahr 2015 den Sprung aufs Parkett. Mit einem Emissionserlös von insgesamt 7,1 Milliarden Euro wurde das Ergebnis aus dem Vorjahr verdoppelt, es ist der beste Wert seit acht Jahren, hat die Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) analysiert.

Und die Aussichten sind rosig – denn auch 2016 könne man wieder von bis zu 15 Debütanten ausgehen, sagt EY-Experte Martin Steinbach, Leiter des Bereichs IPO und Listing Services. Befeuert wird der Markt seiner Meinung nach von Technologieunternehmen, Konzernabspaltungen sowie Finanzinvestoren, die ihre Bestände durchforsten.

Unter anderen hat die Deutsche Bank angekündigt, ihre Tochter Postbank an die Börse zu bringen, und die Energiekonzerne Eon und RWE trennen ihr herkömmliches Geschäft von dem mit erneuerbaren Energien. Außerdem wird der Kochbox-Lieferant Hello Fresh aller Voraussicht nach einen Anlauf wagen.

„Im ersten Halbjahr könnte ich mir gut vorstellen, dass wieder einige Unternehmen aus dem Technologiebereich den Weg an die Börse suchen werden. Die Anleger mögen weiterhin Wachstumsgeschichten“, sagt Klaus Fröhlich, Leiter Kapitalmarktgeschäft für Deutschland und Österreich bei der US-Großbank Morgan Stanley. Er rechnet im kommenden Jahr mit rund zehn größeren Börsengängen hier zu Lande.

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Weniger Börsenneulinge in den USA

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