Powerland-Börsengang
Die Rückkehr der Chinesen

2007 gab es in Deutschland einen kleinen Hype um Aktien chinesischer Firmen. Doch diese versanken schnell wieder in der Versenkung. Nun hofft ein chinesischer Luxustaschenhersteller auf mehr Investoreninteresse.
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FrankfurtDie Reihe chinesischer Unternehmen an der Deutschen Börse ist um einen Teilnehmer reicher: Der Handtaschen- und Lederwarenhersteller Powerland hat am Montag seine Aktie erfolgreich am Markt platziert und konnte zum Debüt Kursgewinne verbuchen. Mit 16,50 lagen die Papiere zu Beginn des Tages deutlich über dem Ausgabepreis von 15 Euro. Allerdings hielten die Anleger nicht lange die Treue, so dass das Plus rasch schmolz und der Kurs unter den Ausgabepreis fiel.

Für Interesse bei Investoren könnte im Vorfeld das Dividenden-Versprechen des Unternehmens gesorgt haben. Gleich ab 2011 will Powerland-Chef und –Gründer Shunyuan Guo 20 bis 40 Prozent des Nettoergebnisses als Gewinnbeteiligung an die Aktionäre ausschütten. 2010 erzielte das Unternehmen einen Überschuss von 22,6 Millionen Euro, nach 18 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg von 82 Millionen Euro im Jahr 2009 auf 112,6 Millionen Euro.

Mit einem Emissionsvolumen von rund 95 Millionen Euro ist Powerland auch an der Frankfurter Börse, die seit Jahren nur wenige Neulinge anlockt, ein kleinerer Neuzugang. Das Geld aus dem Börsengang will Guo, der auch nach dem Initial Public Offering (IPO) weiter über die Hälfte der Aktien halten wird, in China investieren. Dort sollen vor allem Geschäfte für Taschen, Portemonnaies und Koffer eröffnet werden. Eine Expansion ins Ausland ist vorerst nicht geplant.

Erfreuen sollen die zwischen 230 und 800 Euro teueren Accessoires die berufstätigen Chinesinnen aus der Mittelschicht. Doch auch die Herren der Schöpfung werden seit 2010 mit Hand- und Aktentaschen, sowie Gürteln bedacht. Dabei konkurriert Powerland nach eigener Einschätzung mit dem französischen Taschenhersteller Longchamp oder der US-Firma Coach.

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