Preisspanne bleibt: X-Fab verschiebt Beginn der Zeichnungsfrist

Preisspanne bleibt
X-Fab verschiebt Beginn der Zeichnungsfrist

Der Erfurter Halbleiterhersteller X-FAB hat den für Donnerstag geplanten Beginn der Zeichnungsfrist für seinen Börsengang kurzfristig verschoben.

HB ERFURT. Beim Börsengang des Halbleiterherstellers X-FAB gibt es Probleme. Der Beginn der Zeichnungsfrist für die Aktien wurde um einen Tag auf Freitag verschoben. Grund sei Abstimmungsbedarf beim Verkaufsprospekt, hieß es am Donnerstag aus Unternehmenskreisen. Am 19. März als Termin für den Börsengang werde aber festhalten. Auch Veränderungen bei der Preisspanne von 10 bis 14 € soll es nicht geben. Das Erfurter Unternehmen ist der erste Börsenkandidat nach mehr als einjähriger Pause an der Frankfurter Wertpapierbörse.

X-FAB teilte mit, dass der Beginn der Zeichnungsfrist auf Grund „kurzfristiger Anpassungen der Transaktionsstruktur an die Markbegebenheiten“ verschoben werde. Wegen des zunächst fehlenden Emissionsprospekts hatte es bereits massive Kritik gegeben. In Frankfurter Finanzkreisen stieß auch die Bewertung des Unternehmens auf Kritik.

Die Commerzbank soll nach einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ (Donnerstag) wegen zu hoher Preisvorstellungen aus dem Konsortium ausgestiegen sein. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. X-FAB will 11,5 Mill. Anteilsscheine an die Börse bringen. Mehrheitsaktionär an dem Unternehmen mit 112 Mill. € Umsatz im vergangenen Jahr und 1 000 Beschäftigten ist bisher mit rund 90 % die belgische Beteiligungsgesellschaft ELEX.

X-FAB wäre das erste neue Unternehmen an der Frankfurter Börse seit mehr als einem Jahr. Die Aktien würden zwischen in einer Spanne von 10,00 bis 14,00 Euro zur Zeichnung angeboten, teilte das auf das DDR-Halbleiterkombinat VEB Mikrolektronik zurückgehende Unternehmen am Mittwoch mit.

Das Platzierungsvolumen beläuft sich ohne Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) auf bis zu 11,5 Millionen Aktien, wovon 4,5 Millionen Titel aus einer Kapitalerhöhung stammen. Fünf bis sieben Millionen Aktien werden den Angaben zufolge von Altaktionären platziert. Der Greenshoe habe ein Volumen von 1,725 Millionen Aktien, die aus Altaktionärsbesitz platziert werden. Damit würde das Grundkapital der Gesellschaft nach der Transaktion aus bis zu 30,625 Millionen Aktien bestehen. Das Unternehmen wäre damit an der Börse nach Reuters-Berechnungen mit bis zu 428,75 Millionen Euro bewertet.

Federführend betreut wird der Börsengang von der niederländischen Großbank ING. Weiter Konsortialbanken sind die DZ-Bank, HSBC Trinkaus & Burkhardt sowie KBC.

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