Aktien
Premiere bei erfolgreichem Börsenstart weit über IPO-Preis

Premiere ist am Mittwoch erfolgreich an der Börse gestartet. Nachdem der erste Kurs für die Papiere des Bezahlsenders bei 30,50 Euro festgestellt wurde, beendeten die Aktien den ersten Tag im Xetra-Handel mit 31,80 Euro. Der Ausgabepreis lag bei 28 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Premiere ist am Mittwoch erfolgreich an der Börse gestartet. Nachdem der erste Kurs für die Papiere des Bezahlsenders bei 30,50 Euro festgestellt wurde, beendeten die Aktien den ersten Tag im Xetra-Handel mit 31,80 Euro. Der Ausgabepreis lag bei 28 Euro. Der Cdax (Composite Dax) verlor 0,40 Prozent auf 387,79 Punkte.

Nach der vielfachen Überzeichnung habe sich ein positiver Handelsstart abgezeichnet, sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Zudem sei der erfolgreiche Börsengang auch wichtig für den deutschen Finanzplatz.

"Die Aktien haben deutliche Chancen bei durchaus vorhandenen Risiken", sagte ein Aktienanalyst. In der Zeichnungsphase sei die Nachfrage insbesondere von angelsächsischen Investoren hoch gewesen, diese griffen nun offenbar zu. Fundamental sei die Entwicklung der Abonnentenzahl entscheidend - in den kommenden Jahren werden jeweils 300 000 bis 350 000 neue Kunden erwartet. Analysten hätten aber ohnehin einen etwas höheren Unternehmenswert angesetzt, was das Risiko mindere. Langfristig sollten die Chancen somit überwiegen.

Christoph Schlienkamp, Analyst beim Bankhaus Lampe, sah jedoch die starke Abhängigkeit des Bezahlsenders vom Sportprogramm als Unsicherheitsfaktor. "Die Entwicklung von Premiere ist eng mit der Vergabe und der Preisentwicklung von Sportrechten verbunden." Ein zusätzliches Risiko sah er in der möglichen strukturellen Veränderung des TV-Marktes. Premiere hatte einen Einstieg ins Free-TV langfristig nicht ausgeschlossen. Gleichzeitig kündigten Prosiebensat.1 und RTL an, sich im Pay-TV-Bereich engagieren zu wollen. "Unter einem Wettbewerb würden die Erträge leiden." In der Preisspanne von 24 zu 28 Euro sind nach Meinung von Schlienkamp die genannten Risiken aber berücksichtigt.

Der Bezahlfernsehsender hatte die Papiere bei 28,00 Euro und damit am obersten Ende der Bookbuilding-Spanne von 24 zu 28 Euro ausgegeben. Händler hatten von einer sehr lebhaften Nachfrage in der Zeichnungsphase auch im außerbörslichen Handel per erscheinen berichtet. Premiere gibt bis zu 42,1 Mill. Aktien aus, bei einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von 5,5 Mill. Papieren. Der Börsengang soll damit bis zu 1,179 Mrd. Euro in die Kassen des Pay-TV-Senders spülen.

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