Aktien
Premiere etwas schwächer - Analysten: 'Börsenstart positiv'

Premiere-Aktien haben sich am Donnerstagmittag von ihren Höchstständen entfernt. Die Papiere des Bezahlsenders verloren bis gegen 11.40 Uhr 1,26 Prozent auf 31,40 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Premiere-Aktien haben sich am Donnerstagmittag von ihren Höchstständen entfernt. Die Papiere des Bezahlsenders verloren bis gegen 11.40 Uhr 1,26 Prozent auf 31,40 Euro. Nach dem positiv beurteilten Börsengang am Vortag schwankten die Titel bisher im Xetra-Handel zwischen 31,95 Euro am Vorabend und dem Tief zur Erstnotiz bei 30,50 Euro. Der Ausgabepreis lag bei 28 Euro - daraus errechnet sich ein Plus von mehr als zwölf Prozent. Der Cdax (Composite Dax) verlor 0,72 Prozent auf 385,01 Punkte.

Der Handel habe sich etwas beruhigt, sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Im Vergleich zu den extrem hohen Umsätzen am Vortag sei dies allerdings auch nicht verwunderlich. Die sehr starke Kursentwicklung vom Handelsstart an habe zuvor zwar etwas überrascht, was wohl auf die mehr als zwölffache Überzeichnung und das extrem lebhafte Interesse angelsächsischer Investoren zurückzuführen sei. Dass sich die Aktien auf dem hohen Niveau hielten, stimme grundsätzlich positiv.

Wie schon bei früheren Börsengängen von MDax-Kandidaten - wie der Postbank und Wincor Nixdorf - habe sich bereits bewiesen, dass die teilweise skeptische Stimmung vor dem Börsengang übertrieben negativ gewesen sei. Vermutlich versuchten institutionelle Anleger und Fonds mit ihrer Skepsis die Preise zu drücken, um günstig einzusteigen, so der Händler.

"Der Börsenstart ist perfekt gelaufen - man kann da nur in die Hände klatschen", sagte ein Aktienanalyst. Zuvor hätten sich einige skeptisch zu den Aussichten des Bezahlfernsehens in Deutschland und somit auch zu den Perspektiven von Premiere geäußert. Die Aussichten sind nach Ansicht des Analysten aber sehr positiv. "Nachdem Premiere gerade erst in die Erfolgsspur gekommen ist, geht es jetzt erst richtig los", sagte der Analyst.

Ein weiterer Analyst zeigte sich ebenfalls "positiv überrascht" von dem Börsenstart. Er errechne ein fairen Wert von 37 Euro für die Aktien, so dass mittelfristig noch mehr als 15 Prozent Kurspotenzial bestünden. Fundamental sei die Entwicklung der Abonnentenzahl entscheidend - in den kommenden Jahren würden jeweils 300 000 bis 350 000 neue Kunden erwartet.

Der Bezahlfernsehsender hatte seine Papiere bei 28,00 Euro und damit am obersten Ende der Bookbuilding-Spanne von 24 zu 28 Euro ausgegeben. Händler hatten von einer sehr lebhaften Nachfrage in der Zeichnungsphase auch im außerbörslichen Handel per Erscheinen berichtet. Premiere gibt bis zu 42,1 Mill. Aktien aus, inklusive einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von 5,5 Mill. Papieren. Der Börsengang soll damit bis zu 1,179 Mrd. Euro in die Kassen des Pay-TV-Senders spülen.

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