Aktien
Premiere weiter sehr schwach - Dt Bank: 'Sell', CL-Rechte

Premiere-Aktien haben sich am Dienstag nur geringfügig von den Kursverlusten in Folge eines negativen Analystenkommentars erholen.

dpa-afx FRANKFURT. Premiere-Aktien haben sich am Dienstag nur geringfügig von den Kursverlusten in Folge eines negativen Analystenkommentars erholen. Die Nachricht vom Erwerb der Free-TV und Pay-TV-Rechte an der Uefa Champions League (CL) von der nächsten Saison an auf drei Jahre wirkte zunächst nur leicht positiv auf die Papiere des Bezahlsenders.

Gegen 12.25 Uhr standen Premiere-Aktien mit minus 2,46 Prozent auf 25,02 Euro weiter am MDax-Ende - im Verlauf wurde bei 24,55 Euro ein neues Rekordtief markiert. Der Index mittelgroßer Werte gewann gleichzeitig 0,42 Prozent auf 6 721,52 Punkte und lag damit nahe dem bisherigen Tageshoch.

Analysten reagierten mit Zurückhaltung auf den Erwerb der CL-Rechte. "Es ist sicherlich positiv, dass Premiere die Rechte exklusiv hat, aber die entscheidende Frage bleibt der Preis", sagte ein Experte. Der dürfte angesichts des Interesses von Prosiebensat.1 aber "nicht zu niedrig liegen". Die Ankündigung, einen kleinen Teil der Spiele auch im Free-TV zu zeigen und dafür einen eigenen Sender zu erwerben oder aufzubauen, sei womöglich ein Modellfall. "Das deutet an, wohin die Reise auch in der Bundesliga gehen könnte."

Händler verwiesen zudem übereinstimmend auf die negative Ersteinstufung der Deutschen Bank als Hauptbelastungsfaktor. Der Rechte-Erwerb sei dagegen positiv. Die Analysten der Deutschen Bank hatten das Papier am Morgen mit "Sell" zum Verkauf empfohlen und lediglich ein Kursziel von 22,90 Euro errechnet. Zudem komme mit dem neuen Tiefstand ein technisches Verkaufsignal hinzu, so ein Händler. Seit einer negativen Reaktion auf Zahlen Anfang August befinde sich die Aktie auf Talfahrt und stehe nun auf neuem Tief deutlich unter dem IPO-Kurs.

Die Deutsche Bank sieht den "schweren deutschen Fernsehmarkt" noch nicht im Aktienkurs eingepreist, hieß es in der Studie am Morgen. Der Wettbewerb steige vor allem von Kabelanbietern, zudem dürften die derzeitigen Schätzungen der Analysten eher gesenkt werden. Auch die Chancen bei der Exklusivität für die Fußball-Bundesliga seien überbewertet.

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