Premiumsegment der Deutschen Börse
Kromi Logistik ist der erste Börsenkandidat

Die Hamburger Kromi Logistik ist das erste Unternehmen, das in diesem Jahr den Börsengang in das Premiumsegment der Deutschen Börse, den Prime Standard, wagt. Etwa 20 Mill. Euro will das Unternehmen, das Maschinen- und Flugzeugbauer sowie Autozulieferer mit Präzisionswerkzeugen wie Bohrern und Fräsen beliefert, im Rahmen einer Kapitalerhöhung an frischem Geld einnehmen.

scc FRANKFURT. Daneben soll ein etwas kleinerer Teil aus den Beständen von Altaktionären kommen, hieß es aus Investorenkreisen. Konsortialführer ist die Hamburger Berenberg Bank.

Den Emissionsprospekt mit wesentlichen Details will Kromi nach aktuellem Stand bereits am Freitag im Internet veröffentlichen. Ab Montag sollen dann bei einer Pressekonferenz Details wie das geplante Emissionsvolumen und die Anzahl der Aktien bekannt gegeben werden, jedoch keine Preisspanne. Die will das Kromi-Management erst im Anschluss daran im direkten Kontakt mit Fondsmanagern ausloten.

Kromi Logistik selbst ist erst knapp über vier Jahre alt. Ende 2002 ist das Unternehmen als Ausgründung aus dem Werkzeug-Händler Krollmann & Mittelstädt entstanden. Wesentlicher Umsatztreiber war in den vergangenen Jahren das so genannte „Kromi-Toolcenter“. Dahinter verbirgt sich – ähnlich einem Getränkeautomat – eine Art Ausgabe-Automat für Spezialwerkzeuge für Bohrer und Fräsen, den Kromi beispielsweise beim Flugzeugbauer Airbus und bei Sauer-Danfoss aufgestellt hat. Dort können sich Monteure über ein Chip-System mit den verschleißträchtigen Teilen versorgen. Für die Kunden hat dies den Vorteil, dass sie kein Lager mehr unterhalten müssen, da der Automat stets neu von Kromi bestückt wird. Deswegen erscheint auch der Begriff „Logistik“ bei Kromi im Firmennamen. Damit spart der Kunde erstens Fixkosten und beugt zweitens dem üblichen „Schwund“ solcher Teile vor.

Kromi selbst kauft den Kunden dafür ihr bisheriges Lager ab. Genau dafür braucht das Unternehmen nun neues Kapital, um weiter expandieren zu können. In den vergangenen drei Jahren steigert Kromi seinen Umsatz im Schnitt um knapp 40 Prozent auf zuletzt 29,8 Mill. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs in dieser Zeit um durchschnittlich 66 Prozent auf inzwischen 3,4 Mill. Euro.

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