Private-Equity
Carlyle will an die Börse gehen

US-Finanzinvestor Carlyle Group setzt möglicherweise seine seit Jahren gehegten Börsenpläne endlich um. Mit dem Börsengang soll permanentes Kapital beschafft werden, damit Carlyle weniger Probleme beim Einwerben von Geldern für seine Fonds hat.
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NEW YORK. Die weltweit zweitgrößte Private-Equity-Gesellschaft Carlyle bereitet sich auf einen Börsengang vor. Das erklärte William Conway, der als einer der Gründer entscheidenden Anteil am Aufbau von Carlyle hatte, in einem Interview mit Bloomberg Businessweek.

Der Finanzinvestor Carlyle braucht frisches Geld für weitere Unternehmensübernahmen (Buy-outs). Mit dem Börsengang soll permanentes Kapital beschafft werden, damit Carlyle weniger Probleme beim Einwerben von Geldern für seine Buy-out-Fonds hat. "Es wird ein deutlicher Vorteil sein, sehr viel mehr Kapital zu haben", sagte Conway, der die Investments von Carlyle verantwortet.

Carlyle zieht den Börsengang mindestens seit Juni 2007 in Erwägung. Damals war der größere Konkurrent Blackstone an die New York Stock Exchange gegangen. Kurz darauf verschwanden die Pläne wegen der Finanzkrise wieder in der Schublade. Stattdessen veräußerte Carlyle im September 2007 einen Anteil von 7,5 Prozent an Mubadala Development, eine Investmentgesellschaft der Regierung von Abu Dhabi.

Mit 16 Milliarden Dollar hat Carlyle in diesem Jahr mehr als jede andere Private-Equity-Gesellschaft in Unternehmensübernahmen investiert. Die Dokumente für den Börsengang sollten Ende 2011 eingereicht werden, verlautete aus informierten Kreisen. Der Börsengang selbst werde wohl erst im darauffolgenden Jahr über die Bühne gehen.

Derzeit haben Beteiligungsfonds Probleme Gelder einzuwerben, obwohl sich das Volumen bei Buy-outs gegenüber dem Vorjahr auf 133 Milliarden Dollar verdreifacht hat. In den ersten neun Monaten des Jahres haben Investoren den Private-Equity-Gesellschaften 71 Milliarden Dollar anvertraut.

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