Private-Equity-Firma
Finanzinvestor KKR plant Börsengang

Kohlberg Kravis Roberts (KKR), einer der weltweit bekanntesten Finanzinvestoren, plant den Gang an die Börse. Wie "Wall Street Journal" und "Financial Times" unter Berufung auf Insider berichten, strebt die Private-Equity-Firma in Kürze eine Platzierung an. Damit folgt KKR dem US-Rivalen Blackstone an die Börse.

NEW YORK. Sollte KKR trotz der schlechten Großwetterlage Geld über den Kapitalmarkt einsammeln können, dürfte das Rivalen wie Carlyle oder Texas Pacific Group unter Druck setzen, einen ähnlichen Schritt zu wagen.

Die "Financial Times" berichtet von einer komplizierten Transaktion, bei der KKR zunächst mit dem seit zwei Jahren in Amsterdam notierten Investmentfonds KKR Private Equity Capital fusioniert werde.

21 Prozent des vereinigten Unternehmens sollen an Aktionäre verkauft werden, die restlichen 79 Prozent bei KKR verbleiben. Informationen des "Wall Street Journal" zufolge strebt KKR eine Bewertung zwischen zwölf und 15 Mrd. Dollar an.

Die New Yorker Beteiligungsgesellschaft sieht sich von der Kreditkrise nicht so stark betroffen wie mancher Rivale. KKR habe die erzielte Rendite in der Vergangenheit nicht durch übermäßigen Fremdkapitaleinsatz erzielt, sondern setze stärker auf "operative Verbesserungen in den von uns übernommenen Unternehmen", sagte Europachef Johannes Huth im April.

International sorgte KKR mit milliardenschweren Übernahmen von Alliance Boots, First Data und dem texanischen Energiekonzern TXU für Aufsehen. Im deutschsprachigen Raum hat KKR seit 1999 neun Firmen übernommen, darunter den Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf, den Kranhersteller Demag und den österreichischen Lichttechnikkonzern Zumtobel.

Matthias Eberle
Matthias Eberle
Handelsblatt / Ressortleiter Ausland
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