Privatplatzierung abgeschlossen
Biofrontera nimmt die Hintertür aufs Parkett

Das Biotechnologieunternehmen Biofrontera geht durch die Hintertür doch noch an die Börse. Biofrontera habe im Rahmen einer Privatplatzierung 443 514 neue Aktien bei Investoren zum Preis von je 15 Euro platziert, teilte die Leverkusener Firma am Dienstag mit.

HB FRANKFURT. Die Anteilsscheine sollen zum Handel am Geregelten Markt der Börse Düsseldorf zugelassen werden, die Erstnotiz ist für den 30. Oktober geplant. Zwischen 15. Dezember und 15. Januar können die Aktionäre für je zwei gezeichnete Anteilsscheine zusätzlich eine neue Aktie zum gleichen Preis kaufen. Dafür stehen weitere 221 757 Aktien zur Verfügung, die von der DZ Bank zum geringsten Ausgabebetrag von je einem Euro gezeichnet werden. Alle 665 271 neuen Aktien stammen aus einer Kapitalerhöhung.

Das auf die Entwicklung von Produkten zur Behandlung von Hautkrankheiten spezialisierte Unternehmen erwartet sich aus dem Aktienverkauf frisches Kapital von rund 6,5 Mill. Euro. „Die Privatplatzierung und der damit verbundene Mittelzufluss werden uns erlauben, das Produktportfolio der Biofrontera in der Entwicklung weiter voranzutreiben“, sagte Vorstandschef Hermann Lübbert. Die Firma will sich in Europa ein eigenes Vertriebsnetz aufbauen. 2005 setzte Biofrontera mit 21 Mitarbeitern 391 000 Euro um und verzeichnete einen Verlust von 2,58 Mill. Euro.

Biofrontera wollte schon im Juli unter Führung der DZ Bank an die Aktienmarkt gehen, hatte aber wenige Minuten vor dem Debüt kalte Füße bekommen und den Börsengang mit Verweis auf das damalige Marktumfeld auf unbestimmte Zeit verschoben. Auch damals war der Preis für 2,185 Mill. Aktien schon auf 15 Euro festgelegt worden. Ursprünglich wollte Biofrontera in das stark regulierte Börsensegment Prime Standard gehen.

Das Unternehmen hat derzeit drei Produktkandidaten für vier verschiedene Indikationen in klinischer Entwicklung. Die am weitesten fortgeschrittenen Medikamente sind ein Mittel in der Phase IIb/III gegen eine Vorstufe von Hautkrebs und Genitalwarzen sowie ein Mittel in Phase II gegen chronische Nesselsucht. Das dritte klinische Produkt steht derzeit am Beginn der Phase II der Entwicklung gegen Neurodermitis.

Dazu kommt ein präklinisches Wirkstoffportfolio. Die hiervon am weitesten fortgeschrittene Substanz soll für Migräneprophylaxe entwickelt werden. Erste Studien am Menschen sollen im vierten Quartal 2006 starten.

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