Prognose angehoben
Pro Sieben Sat.1 stürmt an die MDax-Spitze

Die Expansionspläne von Pro Sieben Sat.1 kommen bei Anlegern gut angekommen. Die Aktie ist der größte Gewinnern im MDax. Auch Analysten heben den Daumen.
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Pro Sieben Sat.1 hat sich einiges vorgenommen: Ein neuer Sender hierzulande soll Männer zwischen 45 und 65 Jahren ansprechen. Außerdem schließt Konzernchef Thomas Ebeling den Kauf von Sendern außerhalb Europas nicht aus. Nach Handelsblatt-Informationen will das Unternehmen vor allem in Asien wachsen.

Börsianer honorierten die Ankündigungen. Eine mögliche Expansion dürfte den Pro-Sieben-Aktien sicher nicht schaden, urteilte ein Händler in Frankfurt. Die Aktie legte bis zum Mittag um mehr als fünf Prozent auf 20,45 Euro zu und war damit stärkster Wert im Nebenwerteindex MDax.

In den vergangenen Monaten war das Papier nicht gut gelaufen. Im Februar hatte es zwar ein 52-Wochen-Hoch bei 25,11 Euro erreicht,  rutschte dann aber im Mai auf weniger als 18 Euro ab.

Der Expansionskurs der TV-Senderkette soll sich natürlich auch in den Zahlen niederschlagen: Pro Sieben Sat.1 hat deshalb die Umsatzerwartungen hochgeschraubt. Im Gesamtjahr 2011 sollen die Erlöse um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zulegen, wie Vorstandschef Thomas Ebeling heute bei der Hauptversammlung in München sagte. Zuletzt war hier noch von einem niedrigen einstelligen Prozentsatz die Rede.

Für die Analysten der Credit Suisse ein Grund, die Aktie hochzustufen. Statt „Neutral“ lautete das Anlageurteil der Schweizer nun „Outperform“. Auch das Kursziel haben sie von 18,00 auf 25,00 Euro angehoben. Die Werbekunden des TV-Konzerns im deutschsprachigen Raum kehrten offensichtlich zurück, schrieb Analyst Omat Sheikh in einer aktuellen Studie. Daher habe er seine Gewinnschätzungen je Aktie für 2011 um acht Prozent und für 2012 um 19 Prozent erhöht.

In den vergangenen vier Wochen haben sich elf Analysten die Pro-Sieben-Aktie angeschaut – die Tendenz ist mehrheitlich positiv. Sechs Mal lautete die Empfehlung „Kaufen“. Das höchste Kursziel kommt von Credit Suisse. Vier Banken sagen „Halten“ und eine „Verkaufen“.

An der Börse ist die Aktie derzeit ungefähr mit dem Zehnfachen ihres Jahresgewinns bewertet. Für das Papier spricht die üppige Dividende: 1,12 Euro sollen Anleger je Anteilsschein erhalten. Im nächsten Jahr sollen es sogar 1,38 Euro sein, glauben Analysten. Gemessen am aktuellen Kurs entspricht das einer Dividendenrendite von knapp sieben  Prozent.

Jessica Schwarzer
Jessica Schwarzer
Handelsblatt / Chefkorrespondentin Börse
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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