Prognose erhöht
Südzucker stürmt an die MDax-Spitze

Europas größter Zuckerproduzent verdient prächtig – sehr zur Freude der Anleger. Auch eine Konzerntochter, die ein eher unbeliebtes Produkt herstellt, überrascht positiv.
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Südzucker hat nach einem kräftigen Umsatz- und Gewinnzuwachs im ersten Quartal seine Prognose für das Geschäftsjahr 2011/12 angehoben. Die Aktie des Unternehmens profitierte von den guten Nachrichten und kletterte um mehr als fünf Prozent auf 24 Euro. Noch vor drei Jahren hatte die Aktie bei etwa 7,50 Euro notiert. Seither ging es kontinuierlich aufwärts.

Der Mannheimer Konzern rechnet nun mit einem Konzernumsatz von rund 6,5 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis von mehr als 600 Millionen Euro. Mitte Mai hatte Südzucker noch einen operativen Gewinn von mehr als 550 Millionen Euro als Ziel ausgegeben und Erlöse von 6,3 Milliarden angepeilt. Auch die Biosprit-Tochter CropEnergies erhöhte ihre Prognose - eine Überraschung nach der hitzigen Debatte um den Biokraftstoff E10.

Laut Lars Lusebrink von Independent Research liegt die neue Südzucker-Prognose vor allem beim Ergebnis klar über der bisherigen Konsensschätzung. Die früheren Ziele für das laufende Geschäftsjahr seien zwar konservativ gewesen, das Ausmaß der Aufstockung habe aber auch ihn positiv überrascht, so der Experte. Er empfiehlt die Aktien zum Kauf mit einem Kursziel von 26 Euro. Das gleiche Kursziel gab heute die Commerzbank aus. Auch ihre Empfehlung lautet „Kaufen“. Die vom Informationsdienst Bloomberg in den vergangenen vier Wochen befragten Analysten urteilten drei Mal „Kaufen“ und drei Mal „Halten.

Im Ende Mai abgelaufenen ersten Quartal verbesserte Südzucker das operative Ergebnis um 24 Prozent auf 184 Millionen Euro. Der Umsatz legte um rund sieben Prozent auf 1,64 Milliarden Euro zu. Zur Ergebnisverbesserung trugen die Segmente Zucker, CropEnergies und Frucht bei, wie Südzucker mitteilte. Den vollständigen Zwischenbericht will das Unternehmen am 14. Juli vorlegen.

Die Bioethanol-Tochter CropEnergies verbesserte Umsatz und Ergebnis ebenfalls deutlich. Das Betriebsergebnis stieg kräftig von 2,4 Millionen Euro auf 15,3 Millionen. Der Umsatz legte um 41 Prozent auf 132,1 Millionen Euro zu. CropEnergies profitierte dabei vor allem von höheren  Produktionskapazitäten. Im Vorjahreszeitraum waren Anlagen an zwei Standorten gewartet worden. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun mit einem Umsatz von 520 Millionen bis 570 Millionen Euro statt bisher erwarteten 520 Millionen Euro.

Jessica Schwarzer
Jessica Schwarzer
Handelsblatt / Chefkorrespondentin Börse
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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