Programm wird ausgebaut
Al Dschasira will an die Börse

Der arabische Fernsehsender Al Dschasira will mittelfristig an die Börse. "In zwei bis drei Jahren sollen unsere Aktien an der Börse in Doha eingeführt werden", sagte Ahmed El Sheikh, Nachrichtenchef und ehemaliger Geschäftsführer von Al Dschasira, dem Handelsblatt am Rande einer Tagung der Alfred-Herrhausen-Gesellschaft für internationalen Dialog in Berlin.

BERLIN. Derzeit überprüfe die Beratungsgesellschaft Ernst&Young das Unternehmen mit Sitz im Golfstaat Katar auf seine Börsenfähigkeit. Wie viele Aktien mit welchem Wert notiert werden sollen, konnte El Sheikh noch nicht zu sagen.

Nach Angaben von El Sheikh wird Al Dschasira sein Programm in der nächsten Zeit deutlich ausweiten. Neben einem Sport-Kanal, der bereits auf Sendung sei, soll in den kommenden drei bis vier Monaten ein Dokumentationskanal folgen. Für nächstes Jahr steht die Gründung eines Kinderkanals sowie eines Kanals, der auf englisch statt auf arabisch sendet, auf dem Programm.

Al Dschasira wurde 1996 unter Mitwirkung von El Sheikh in Katar gegründet und hat in der arabischen Welt eine größere Glaubwürdigkeit als die nationalen, staatlich kontrollierten Sender. Weltweit Aufsehen erregt hat der Nachrichtensender durch die Ausstrahlung von Videos und Tonbandaufnahmen des Terroristenchefs Osama bin Laden. Darüber hinaus ist Al Dschasira für westliche Fernsehstationen der wichtigste Lieferant von Bildern aus der arabischen Welt. Bis zur Börseneinführung will Al Dschasira schwarze Zahlen schreiben, was derzeit laut El Sheikh nicht der Fall sei. Rund 90 Prozent der Einnahmen des Nachrichtensenders stammen aus Zuschüssen des Staates Katar.

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