Aktien
Prosiebensat.1 sehr schwach - Marktprognose zurückgenommen

Nach negativen Aussagen zum Werbemarkt haben die Aktien der Mediengruppe Prosiebensat.1 Media AG am Montag zu den schwächsten MDax-Werten gehört. Das Papier fiel gegen 10.30 Uhr um 4,84 Prozent auf 14,15 Euro, während der MDax um 0,25 Prozent auf 5 037,82 Punkte nachgab.

dpa-afx FRANKFURT. Nach negativen Aussagen zum Werbemarkt haben die Aktien der Mediengruppe Prosiebensat.1 Media AG am Montag zu den schwächsten MDax-Werten gehört. Das Papier fiel gegen 10.30 Uhr um 4,84 Prozent auf 14,15 Euro, während der MDax um 0,25 Prozent auf 5 037,82 Punkte nachgab.

Unternehmenschef Guillaume de Posch hat die Prognosen für den TV-Werbemarkt zurückgenommen. Mit Bezug auf Aussagen des Konkurrenten RTL sagte de Posch der "Financial Times Deutschland" (FTD, Montagausgabe): "Wenn ich das höre, nehme ich eher an, dass die Marktentwicklung zwischen null und zwei Prozent liegen wird." Ursprünglich hatte der Prosiebensat.1-Chef ein Zwei-Prozent-Wachstum vorausgesagt.

Analyst Florian Leinauer von Helaba Trust bezeichnete die deutlichen Kursverluste in Folge der gesenkten Marktprognose für "durchaus gerechtfertigt". Schließlich sei das Unternehmen stark vom deutschen Werbemarkt abhängig. "Dies hat Auswirkungen auf die Ergebnisse im dritten und vierten Quartal und den Start ins Jahr 2005." Leinauer kündigte an, seine Prognosen auf den Prüfstand zu stellen. Der Experte bestätigte den Titel mit "Halten".

Auch ein Frankfurter Aktienhändler bewertete die Aussagen von de Posch negativ. "Das belastet heute eindeutig den Kurs von Prosieben. Nach den Aussagen eine weiteren Börsianers sind bald Kurse unter 14 Euro wahrscheinlich.

In der vergangenen Woche hatte sich nach Angaben der "FTD" RTL-Chef Gerhard Zeiler skeptisch geäußert. In einem Interview hatte er gesagt, dass sich die leicht positiven Tendenzen des ersten Halbjahres nicht im zweiten Halbjahr fortsetzten. Prosiebensat.1-Chef De Posch nahm direkten Bezug zu dieser Aussage: "Wenn RTL sich jetzt so äußert, wird unser Ziel von zwei Prozent Wachstum unwahrscheinlich, denn RTL präsentiert fast die Hälfte des Marktes." De Posch äußerte sich zudem verhalten für das zweite Halbjahr. Der TV-Werbemarkt werde sich klar schwächer entwickeln als im ersten Halbjahr.

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