Quartalszahlen
Analysten: US-Geldverwalter steigern Gewinne

Die Saison der Quartalszahlen beginnt: Experten erwarten bei den börsennotierten Gesellschaften gute Zahlen für das zweite Quartal.

HB BOSTON. Die US-Vermögensverwalter, die in den kommenden Wochen Quartalszahlen, präsentieren, haben nach Ansicht von Analysten ihre Gewinne kräftig gesteigert. Für Franklin Resources, T. Rowe Price und Legg Mason erwarten die Experten einen Gewinnanstieg von über 40 Prozent für das zweite Quartal. Grund: Die Branche profitiert von steigenden Gebühreneinnahmen bei Aktienfonds. Den Vermögensverwaltern kommt dabei der über zwölf Monate anhaltende Kursanstieg an den Börsen zu Gute.

Den Analysten zufolge wird es nur einen Ausreißer nach unten geben: Janus Capital. Die stark vom US-Fondsskandal in Mitleidenschaft gezogene Gesellschaft steht am 30. Juli auf dem Kalender. Analysten rechnen mit einem Minus von 23 Prozent auf 0,17 Dollar.

Der durchschnittliche Gewinnanstieg für die zehn größten US-Vermögensverwalter beläuft sich nach Erhebungen von Thomson Financial auf 25 Prozent. Die Zahlen werden in den kommenden Wochen sukzessive vorgelegt. Die in Boston ansässige State Street machte am Dienstag den Anfang. Der weltgrößte Vermögensverwalter für institutionelle Anleger berichtete über einen Gewinn von 220 Mill. Dollar oder 65 Cent je Aktie.

Bei Legg Mason, die am 16. Juli ihre Quartalszahlen vorlegen, wird eine Steigerung von 49 Prozent auf 1,24 Dollar je Aktie erwartet. Bei Blackrock (20. Juli) rechnen Analysten mit einem Plus von 17 Prozent auf 0,71 Dollar. Franklin Resources folgt am 22. Juli. Experten erwarten einen Anstieg von 46 Prozent auf 0,76 Dollar. Federated Investors (26. Juli) muss sich nach den Prognosen mit einem Zuwachs von sieben Prozent auf 0,47 Dollar begnügen. Gut schaut es für T. Rowe Price einen Tag später aus, denn der Markt erwartet eine Steigerung von 45 Prozent auf 0,61 Dollar. Alliance Capital und Gabelli folgen am 29. Juli, wobei die Schätzungen bei zwölf bzw. 45 Prozent Aufschlag auf 0,57 bzw. 0,55 Dollar liegen.

Das Ausmaß der Gewinnsteigerungen könnte sich im zweiten Halbjahr jedoch verlangsamen, falls die Anleger ihre Aktieninvestments zurückfahren. Im Mai flossen in den USA netto 564 Mill. Dollar in Aktienfonds. Das ist das niedrigste Volumen seit 14 Monaten, wie Daten des US-Fondsverbandes zeigen.

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