Quartalszahlen
Linde spart gegen die Krise an

Nachdem in der vergangenen Woche viele Dax-Konzerne für ihre Quartalsberichte von den Anlegern abgestraft wurden, sieht es zum Start in die neue Handelswoche besser aus. Die Aktie des Industriegase-Konzerns Linde legt nach positiv aufgenommen Quartalszahlen um mehr als ein Prozent zu.
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MÜNCHEN. Der Industriegasekonzern Linde stellt sein Geschäft auf Jahre hinaus von der Wirtschaftskrise belastet. Bis einige wichtige Kundengruppen zu den Rekordständen zurückkehrten, werde es bis zu den Jahren 2013 oder 2014 dauern, sagte Vorstandschef Wolfgang Reitzle gestern bei der Bilanzvorlage für das dritte Quartal 2009.

Bedeutende Abnehmer des Münchener Konzerns sind die chemische Industrie sowie Stahlkonzerne; beide Branchenzweige wurden vom Abschwung der Weltwirtschaft hart getroffen. Die Unternehmen fuhren ihre Produktion zwischenzeitlich um 30 bis 50 Prozent zurück, verbrauchten also auch entsprechend weniger Gase.

Mittlerweile erholt sich die Nachfrage wieder, was Linde im abgelaufenen Quartal zu spüren bekam. „Die positiven Tendenzen, die wir zum Ende des zweiten Quartals gesehen haben, haben sich im dritten Quartal weiter verfestigt“, sagte Reitzle.

Diese würden sich im laufenden Quartal fortsetzen. Sollte es nicht zu einem Rückschlag der Weltkonjunktur kommen, dann werde Linde im kommenden Jahr bei Umsatz und Ergebnis besser abschneiden als 2009. Er bezog sich hierbei auf die dominierende Gasesparte. Zur Entwicklung des Großanlagenbaugeschäfts machte der Konzernchef keine Prognose. Wegen der Wirtschaftskrise halten sich die Kunden hier bei der Vergabe von Aufträgen zurück.

Für den laufenden Berichtszeitraum erwartet Reitzle weiterhin einen Rückgang gegenüber dem Rekordjahr 2008. In dem Jahr hatte der Konzern einen Umsatz von 12,7 Mrd. Euro erzielt.

Als Reaktion auf die schwächere Nachfrage verordnete Reitzle dem Unternehmen bereits Ende vergangenen Jahres einen Sparkurs, mit dem die Ausgaben bis zum Jahr 2012 dauerhaft um 650 Mio. bis 800 Mio. Euro gedrückt werden sollen. Alleine im laufenden Jahr würden mehr als 200 Mio. Euro eingespart, sagte Reitzle.

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