Quartalszahlen mit Spannung erwartet
„Zetsche-Effekt“ treibt den Daimler-Kurs

Mit zwei Prozent gehörte die Aktie von Daimler-Chrysler am Montag zu den Tagesgewinnern im Deutschen Aktienindex (Dax). Grund dafür war eine Kaufempfehlung von Merrill Lynch.

DÜSSELDORF. Ebenso wie die amerikanische Investmentbank begründen die meisten Experten ihre Urteile – immer noch – mit positiven Impulsen durch den designierten Konzernchef Dieter Zetsche.

Mit einem Kursfeuerwerk von acht Prozent feierte die Börse am 28. Juli die Berufung Zetsches zum Nachfolger von Jürgen Schrempp. Einen unrühmlicheren Abgang kann sich ein Chef eigentlich kaum wünschen. Schließlich wurde der Konzern innerhalb weniger Sekunden um knapp vier Mrd. Euro wertvoller – „nur“ weil der Lotse plötzlich ankündigte, Ende des Jahres von Bord zu gehen.

Seit dem Wechsel an der Konzernspitze überschlagen sich in- und ausländische Investmentbanken mit Empfehlungen für die Aktie. 21 Experten rieten in den vergangenen drei Monaten nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg zum Kauf, neun zum Halten und nur fünf zum Verkauf. Unisono heben die Experten hervor, dass Zetsche in den USA saubere Arbeit geleistet hat und die marode Sparte Chrysler in bester Form hinterlasse. Dasselbe hoffen Analysten und Anleger jetzt auch für Mercedes und den Gesamtkonzern.

Stephen Reitman von Merrill Lynch äußerte sich am Montag optimistisch für die Chancen der zuletzt ins Straucheln geratenen deutschen Marke. Neue Modelle sollen die Umsätze ankurbeln. Gleichzeitig dürften sich Kostensenkungen, die Zetsche bereits bei Chrysler erfolgreich durchsetzte, positiv auf den Ertrag auswirken. Einschließlich Dividende – der Automobilkonzern wirft derzeit eine Rendite von fast vier Prozent ab – rechnet Reitman damit, dass die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten mindestens 20 Prozent zulegen wird.

Denn neben Sparprogrammen, neuen Produkten, höheren Umsätzen und Gewinnen setzt der Merrill-Lynch-Analyst weiter auf positive Impulse durch Zetsche. „Durch den angekündigten Wechsel an der Konzernspitze sollten die Anleger wieder das Vertrauen in die Unternehmensführung und die Aktie zurückgewinnen“, sagt auch Helaba-Trust-Analyst Fabian Kania.

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