Rekord-Börsengang
Facebook-Aktie rettet mageres Plus über den Tag

Der Börsengang des größten sozialen Netzwerks der Welt ist keine so große Erfolgsgeschichte wie von vielen Beobachtern erwartet. Nur knapp hält sich das Papier am ersten Handelstag über 38 US-Dollar.
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New YorkDer Facebook-Börsengang ist eine Enttäuschung für viele Investoren. Nachdem die Papiere in den ersten Handelsminuten auf knapp 45 Dollar hochschnellten, fielen sie kurz vor Handelsschluss bis auf den Ausgabekurs von 38 Euro zurück, nachdem sie zuvor in einem Korridor zwischen 40 Dollar und 41 Dollar gependelt waren. Damit kann die Aktie nicht die hochtrabenden Hoffnungen vieler Facebook-Fans erfüllen. Zum Handelsschluss lag die Aktie 0,6 Prozent im Plus bei 38.23 Dollar.

Schon der Start begann mit einer Überraschung. Der Handel hätte eigentlich am Freitag um Punkt 11.00 Uhr New Yorker Zeit (17.00 Uhr europäischer Zeit) beginnen sollen, verzögerte sich aber immer weiter. Erst mit einer halben Stunde Verzug gab es den ersten Kurs. In der schnelllebigen Börsenwelt ist eine halbe Stunde eine Ewigkeit. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ hatten mehrere Händler Probleme, ihre Kauf- und Verkaufaufträge in letzter Minute zu ändern. Facebook hatte einen Teil der Papiere an Privatanleger verkauft. Üblicherweise nehmen fast ausschließlich institutionelle Investoren an Börsengängen teil, das sind etwa Pensionsfonds.

„Wir sehen da draußen einige unglückliche Leute. Sie hatten darauf gehofft, dass Facebook sich deutlich besser schlägt. Ich wette, da sind viele enttäuscht“, sagte Wayne Kaufman vom Brokerhaus John Thomas Financial. Das holprige Börsendebüt belastete die Wall Street. Alle Indizes notierten im Minus. „Wir stehen nach diesem wenig erstaunlichen Handelsstart etwas unter Druck. Der Börsengang konnte nicht wie von einigen Händlern
erhofft den Gesamtmarkt beflügeln“, sagte Frank Davis von LEK Securities in New York.

Andere Unternehmen aus dem Bereich soziale Medien standen ebenfalls auf den Verkaufslisten der Börsianer. Die Anteilsscheine des Karrierenetzwerks LinkedIn verbilligten sich um 2,6 Prozent, die Dividendenpapiere des Schnäppchenportals Groupon um 5,6 Prozent. Die Aktien des Internetspiele-Anbieters Zynga brachen sogar neun Prozent ein.

Aus dem fernen Silicon Valley hatte Mark Zuckerberg am Freitagmorgen die Eröffnungsglocke der New Yorker Technologiebörse Nasdaq geläutet. Zum ersten Handelstag der Aktie des sozialen Netzwerks hatten sich hunderte Facebook-Mitarbeiter unter freiem Himmel um den Firmengründer gescharrt. Sie feierten den größten Internet-Börsengang aller Zeiten. Viele von ihnen wurden auf einen Schlag zu Millionären.  

Zuckerberg stand im bekannten dunklen Kapuzenpulli vor seinen jubelnden Beschäftigten, neben ihm die fürs Tagesgeschäft zuständige Sheryl Sandberg. Die beiden umarmten sich, als die Glocke um Punkt 6.30 Uhr Westküsten-Zeit erklang. In New York war es da 9.30 Uhr und in Deutschland 15.30 Uhr.

Die große Videoleinwand der Nasdaq am Times Square im Herzen Manhattans erstrahlte in Facebook-Blau.  Nasdaq-Chef Robert Greifeld hatte sich extra aus New York auf den Weg nach Menlo Park in die Firmenzentrale von Facebook gemacht, um das Ereignis mitzufeiern. Der Börsenchef, der sonst im dunklen Anzug auftritt, hatte sich passend zum Anlass einen grauen Pullover übergeworfen.

Das weltgrößte größte soziale Netzwerk schrieb mit seiner Erstemission (IPO) Geschichte. Insgesamt 18,4 Milliarden Dollar werden dadurch erlöst, wenn auch eine Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt wird. Das ist der größte IPO eines Technologieunternehmens aller Zeiten - bislang war dies der des deutschen Chipkonzerns Infineon im Jahr 2000 - und der drittgrößte in den USA. Der Börsenwert von Facebook belief sich zum Start auf 104 Milliarden Dollar. Der Online-Treffpunkt ist damit mehr wert als die Computer-Riesen Hewlett-Packard und Dell zusammen.

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  • Facebook keine rechte Ahnung,ich halte es wie Warren Buffet,man soll keine Aktien kaufen,von Unternehmen,denen man kein langfristiges Wachstum zutraut.

  • Mal schauen wie lange die Banken den Kurs bei mindestens 38 halten wollen.
    Fällt der Kurs unter 38, haben die Banken aufgegeben und es geht steil nach unten.

  • scheint so als hätten die klügeren Investoren gelernt... eigentlich unerwartet ... die Telekom Aktie seinerzeit hatte zumindest Realwerte als Substanz!

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