Rekordgewinn und Führungswechsel versprechen hohe Gewinne für die Zukunft und damit auch für die Aktie: Renault liegt bei Analysten vorn

Rekordgewinn und Führungswechsel versprechen hohe Gewinne für die Zukunft und damit auch für die Aktie
Renault liegt bei Analysten vorn

Die Gewinne der Vergangenheit interessieren die Börsianer bekanntlich wenig. Und der Ausblick auf das laufende Jahr hat viele Beobachter enttäuscht. Versprochen werden hohe Gewinne für die Zukunft und damit auch für die Aktie.

PARIS. Das war ein Abgang nach Maß: Mit einem Rekordgewinn verabschiedete sich Louis Schweitzer, Chef des französischen Automobilkonzerns Renault, von seinem Spitzen-Job. Der Gewinn stieg im vergangenen Jahr um über 40 Prozent auf 3,55 Mrd. Euro. Im Mai übergibt Schweitzer dann den Stab an den derzeitigen Nissan-Chef Carlos Ghosn. „Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden“, feixte Schweitzer mit Blick auf seinen Nachfolger und die hohen Vorgaben, die er ihm gemacht hat.

Die Gewinne der Vergangenheit interessieren die Börsianer bekanntlich aber wenig. Und der Ausblick von Schweitzer auf das laufende Jahr hat viele Beobachter enttäuscht: Angesichts einer mauen Autokonjunktur im Kernmarkt Europa, den steigenden Kosten für Rohmaterialien wie Stahl und den schärferen Euro 4 Abgasnormen stellte Schweitzer nur eine Marge (nach den neuen IFRS-Regeln) von „über vier Prozent“ in Aussicht. 2004 hatte der Konzern eine Marge nach IFRS von 5,1 Prozent erwirtschaftet.

Die Aussicht auf sinkende Margen sind kein Grund, eine Aktie zu kaufen. Doch Analysten sind anderer Meinung: „Renault zeigt sich zu Beginn des Jahres immer vorsichtig“, sagen die Experten von Merrill Lynch. Und Michael Raab von Sal. Oppenheim ergänzt: „Schweitzer hat die Messlatte bewusst niedrig gehängt.“ Denn im Mai übernimmt schließlich Ghosn das Ruder, der anschließend selbst seine eigenen Ziele bekannt geben wird. Und die Experten setzen darauf, dass Ghosn ambitionierte Vorgaben machen wird. Dies sollte der Renault-Aktie einen Schub geben.

„Volkswagen hat schlechtere Mar-gen, ist aber höher bewertet“, sagt Oppenheim-Experte Raab. Tatsächlich wird die VW-Aktie trotz der Probleme des Konzerns mit dem zwölffachen des für 2006 erwarteten Gewinns bewertet. Renault billigen die Märkte nur eine Bewertung mit dem fünffachen des Gewinns zu.

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