Restrukturierung zahlt sich aus – Expansion nach Asien und Osteuropa beflügelt Aktienkurs
Analysten honorieren Wende bei Escada

Escada sieht erste Erfolge des harten Konzernumbaus. Für Escada-Aktien, die derzeit bei knapp 16 Euro notieren, sehen Analysten Potenzial bis 20 Euro, gleichzeitig warnen sie aber vor Risiken in der glitzernden Modewelt.

DÜSSELDORF. Escada sieht erste Erfolge des harten Konzernumbaus. In den vergangenen zwölf Monaten legte die Aktie des im SDax notierten Luxuslabels um 60 Prozent zu. Trotz Konsumflaute steigerte der Münchener Modekonzern in diesem Jahr kontinuierlich den Umsatz – im jüngsten Quartal um 3,7 Prozent. Zugleich wurden die Kosten gesenkt und das Geschäft gestrafft. Für Escada-Aktien, die derzeit bei knapp 16 Euro notieren, sehen Analysten Potenzial bis 20 Euro, gleichzeitig warnen sie aber vor Risiken in der glitzernden Modewelt.

Nach dem katastrophalen Geschäftsjahr 2002/2003 (Bilanztag: 31. Oktober) unterwarf Escada-Gründer und Vorstandschef Wolfgang Ley dem hinter Hugo Boss zweitgrößten deutschen Modekonzern einem drastischen Sparplan. Auf Grund dieser Streichliste wurden bereits 14 der einst 185 eigenen Läden geschlossen, 850 der 4 500 Mitarbeitern müssen bis Oktober 2005 gehen.

Bereits in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres sparte Escada so rund 31 Mill. der insgesamt anvisierten 40 Mill. Euro ein – und zwar mit unmittelbarem Erfolg: Im dritten Quartal drehte der Produzent und Händler von exklusiver Damenmode das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von minus 10,4 Mill. auf plus 8,7 Mill. Euro. Nur die Abschreibung einer ehemaligen Beteiligung drückte den Nettogewinn noch einmal in den roten Bereich. Für das gesamte laufende Jahr erwartet Ley einen leichten Gewinn.

„Escada hat die Restrukturierung aggressiv vorangetrieben und hat schon deutliche Margenverbesserungen erzielt“, sagt Jörg Frey, Analyst bei Sal. Oppenheim. Frey sieht das Kursziel der Aktie bei 24 Euro. Doch Zahlen sind bei Escada nur das eine. Anleger müssen die kreativen Köpfe hinter der Marke im Auge haben. Und auch hier tut sich einiges. Die Kollektionen wurden nicht nur um ein Drittel gestrafft, sondern auch jünger und sportlicher. Die neue Linie kommt an: Für die Frühjahr-Sommer-Kollektionen 2005 gingen zwei Prozent mehr Aufträge ein als im Vorjahr.

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