Rettung der Banco Popular
Spanische Liberbank unter Druck

Einige kleinere spanische Banken stehen nach dem Beinahe-Zusammenbruch der Banco Popular zunehmend unter Druck. Besonders hart trifft es die Liberbank: Das kleine Institut verliert fast die Hälfte des Börsenwerts.
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FrankfurtNach dem Beinahe-Zusammenbruch der Banco Popular geraten an den Börsen einige kleinere spanische Banken zunehmend unter Druck. Die Aktien der Liberbank stürzten am Freitag um bis zu 37,5 Prozent ab und notierten mit 52 Cent auf dem tiefsten Stand seit elf Monaten. Damit haben die Titel innerhalb von einer Woche die Hälfte ihres Börsenwertes verloren.

Liberbank entstand 2011 aus der Fusion dreier regionaler Sparkassen und gilt wegen fauler Kredite seit längerem als eines der schwächsten Institute in der spanischen Bankenlandschaft. Nach der Rettung der Banco Popular durch die Santander-Bank warfen Investoren nachrangige Anleihen kleinerer Institute wie der Liberbank aus den Depots. Ein Sprecher der Liberbank betonte, dass die Verkäufe spekulativ getrieben seien. Die Bank sei von ihrer Liquidität und Solvenz her gefestigt.

Ebenso steht der eigentlich für den Sommer geplante Börsengang von Unicaja, einem kleineren Institut aus Andalusien, scheinbar auf der Kippe. Einem hochrangigen Banker zufolge könnte die Notierung zu einem sehr geringen Kurs durchgezogen werden oder sogar ganz scheitern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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