Rocket Internet
Samwer-Brüder sammeln frisches Kapital für Expansion

Der Börsengang ist noch nicht lange her, trotzdem sammelt die Start-up-Schmiede Rocket Internet schon wieder frisches Kapital ein. Die 590 Millionen Euro sollen bei der Expansion helfen. Die Anleger reagieren skeptisch.
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BerlinNur vier Monate nach ihrem Börsengang hat die deutsche Start-up-Schmiede Rocket Internet neue Aktien ausgegeben: Sie sammelte im Zuge einer Kapitalerhöhung fast 590 Millionen Euro ein, um ihre Expansion zu finanzieren. Konzernchef Oliver Samwer bekräftige das Ziel, „die weltgrößte Internet-Plattform außerhalb der USA und Chinas“ aufzubauen und jährlich zehn neue Firmen zu gründen. Erst im Herbst hatte der Konzern bei seinem Börsengang 1,4 Milliarden Euro eingeworben.

Rocket Internet brachte zwölf Millionen neue Aktien zu einem Preis von 49 Euro an die Börse. Sie entsprechen 7,8 Prozent des bisherigen Grundkapitals. Käufer bei der Privatplatzierung waren ausschließlich institutionelle Anleger. So hatten die bisherigen Investoren Baillie Gifford and United Internet im Vorfeld zugesagt, weitere Anteile von rund 210 Millionen Euro zu übernehmen. Die Börsianer reagierten skeptisch auf die Kapitalerhöhung: Der Kurs der Rocket-Internet-Aktie sank Freitagvormittag zeitweise um bis zu acht Prozent.

Die Holding der Samwer-Brüder expandiert rasant. So kündigte sie Anfang Februar Investitionen in rund ein Dutzend Start-ups an. Allein für einen 30-Prozent-Anteil am Lieferdienst Delivery Hero blätterte sie eine halbe Milliarden Euro hin, weitere 130 Millionen Euro flossen in den Lebensmittellieferanten Hello Fresh. Am Mittwoch vermeldete der Konzern zudem die Übernahme des kuwaitischen Lieferdienstes Talabat für 150 Millionen Euro.

Rocket Internet entwickelt Internet-Unternehmen, im Blickpunkt stehen Online-Handel, Lebensmittellieferungen und Dienstleistungen. Die Brüder Oliver, Marc und Alexander Samwer halten die Kontrolle.

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