Rückkehr in die Gewinnzone gelungen: Lucents Höhenflug erhält Dämpfer

Rückkehr in die Gewinnzone gelungen
Lucents Höhenflug erhält Dämpfer

Einen guten Start in das neue Jahr erwischte die Aktie des US-Telekomausrüsters Lucent Technologies: In den ersten Handelstagen 2004 stieg der Kurs von knapp über drei Dollar um rund 25% und erreichte bei 3,98$ ein neues Zwölfmonatshoch.

HB HOUSTON. Seit dem Jahrestief vom vergangenen Februar hat sich der Wert damit nahezu verdreifacht, allein in den vergangenen drei Monaten legte der Titel um die Hälfte zu. Für Auftrieb sorgten in der vergangenen Woche zudem Kooperationspläne mit China Unicom, einem der größten chinesischen Telefondienstleister. Es geht dabei um Projekte im dreistelligen Millionenbereich. Für das Wall Street Journal ist Lucent daher einer der „Aktienmarkt-Helden für die erste Jahreshälfte". Andere Unternehmen der Branche stehen ebenfalls gut da: Der Dow-Jones-Technologieindex für US-Werte gewann im noch jungen Jahr bereits rund sechs Prozent hinzu.

Trotzdem warnen die Experten zurzeit vor allzu großer Euphorie bei dem Lucent-Titel. Denn die jüngsten Unternehmensnachrichten sind nicht eben positiv: Anfang Januar ging den Amerikanern ein Großauftrag der US-Telefongesellschaft Verizon durch die Lappen, die statt Lucent dessen Hauptkonkurrenten Nortel Networks aus Kanada verpflichtete. Nortel soll voraussichtlich in den nächsten fünf Jahren die nötigen Schalter für internetgestützte Sprachübertragungsprogramme liefern. Insgesamt will Verizon laut Presseberichten rund drei Mrd.$ in die Modernisierung seiner Netze stecken. Analyst Steve Kamman von CIBC World Markets bewertet es dabei besonders negativ, „dass Lucent auf dem eigenen Terrain einen Vertrag abgeben musste", denn bisher galt Verizon als einer von Lucents Hauptkunden.

Probleme könnten dem Unternehmen daneben die Arbeitgeberleistungen und Pensionskosten bereiten, sagt Morgan-Stanley-Experte Alkesh Shah: „Diese Ausgaben sind langfristig das größte Risiko für Lucents Gewinne. Die Vermögenswerte für die Pensionäre sinken und könnten nach unserer Berechnung bereits im Geschäftsjahr 2008 erschöpft sein, was auch auf die Geldschöpfung erhebliche Auswirkungen hätte."

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