Rund zwanzig Börsengänge stehen in diesem Jahr an
Neue Chancen mit neuen Aktien

Auch wenn es in diesem Jahr noch keinen Börsengang (IPO) in Deutschland gab – es sollen trotzdem noch bis zu 20 werden, wenn es nach den Experten geht. Zweifellos sind dabei zuallererst die Großinvestoren gefragt. Doch schon jetzt zeigt sich, dass es ohne Kleinanleger nicht geht.

HB DÜSSELDORF.Die Experten der genossenschaftlichen DZ Bank schätzten bereits Ende vergangenen Jahres, dass in diesem Jahr ein nicht unbedeutender Anteil an den jeweiligen Emissionen für Privatanleger vorgesehen ist – siehe Postbank. Die haben längst gewittert: Zeigen die Großen Interesse an einer neuen Aktie, dann kann es für sie interessant sein, sich allein aus diesem Grund „dranzuhängen“.

Entscheidend ist, dass die Wertpapiere mit überzeugenden Geschäftsmodellen zu einem vernünftigen Preis angeboten werden. In welchem Marktsegment das Unternehmen dabei tätig ist, spielt keine Rolle. „Sobald das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, werden auch institutionelle Anleger wieder ihr Orderbuch öffnen“, sagt Jens Wilhelm, Leiter des Aktienfondsmanagements bei Union Investment.

Ein Eindruck, der sich in diesem Frühjahr weiter verfestigt hat – gerade wegen der beiden gescheiterten Versuche der beiden Halbleiterproduzenten X-Fab und Siltronic, die im März ihren Börsengang absagen mussten. Nach gut zwei Jahren Flaute war das Interesse der Anleger riesengroß, auch wenn es sich um zwei bis dato nur in Branchenkreisen bekannte Unternehmen handelte. Dann allerdings machte X-Fab innerhalb kürzester Zeit negative Schlagzeilen. Siltronic kam in der allgemeinen Kritik zwar besser davon, stieß wegen des hohen Preises für die Aktien aber nicht auf das gewünschte Interesse bei den Anlegern. Hinzu kamen just zu diesem Zeitpunkt die Terroranschläge von Madrid, die zur Verunsicherung an den Börsen beitrugen.

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