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Russischer RTS-Index erreicht nach eineinhalb Jahren neues Rekordhoch

An der russischen Börse in Moskau hat der RTS-Interfax-Index am Dienstag erstmals seit rund 16 Monaten wieder Rekordniveau erreicht. Der Index des Computerhandels überstieg die bisherige Rekordmarke von 785,52 Punkten vom 12. April 2004. Der neue Höchststand betrug 789,48 Punkte.

dpa-afx MOSKAU. An der russischen Börse in Moskau hat der RTS-Interfax-Index am Dienstag erstmals seit rund 16 Monaten wieder Rekordniveau erreicht. Der Index des Computerhandels überstieg die bisherige Rekordmarke von 785,52 Punkten vom 12. April 2004. Der neue Höchststand betrug 789,48 Punkte. Analysten erklärten den Aufschwung an der Moskauer Börse mit den anhaltend hohen Rohstoffpreisen sowie mit dem wiedergewonnen Vertrauen ausländischer Anleger in den russischen Markt, wenngleich die Umsätze verhältnismäßig niedrig blieben.

Die sich abzeichnende Abschwächung des US-Dollars erhöhe die Einträglichkeit von Schwellen-Märkten wie Russland, sagte Anton Starzew vom Investmenthaus Olma. Zudem sei der Schock nach den Yukos-Prozessen weitgehend überwunden. Das juristische Vorgehen gegen den einst führenden russischen Ölkonzern und dessen Ex-Vorstandschef Michail Chodorkowski habe der Wirtschaft und dem Image Russlands nach Worten von Analysten einen herben Schlag versetzt.

Nach dem Maximum von April 2004 war der RTS-Interfax-Index zum Jahresende auf 614,11 Punkte abgeschmolzen. Zuvor war der Index am stärksten von Yukos beeinflusst gewesen. Gegenwärtig liegt der Anteil des angeschlagenen Konzerns nur noch bei 0,69 Prozent.

Im RTS-Index werden insgesamt 50 russische Unternehmen geführt. Die einflussreichsten davon sind der Ölförderer Lukoil mit einem Anteil von 15,59 Prozent, der Edel- und Buntmetallproduzent Norils Nickel (14,37 Prozent), die halbstaatliche Sparkasse Sberbank (14,21 Prozent), der Ölkonzern Surgutneftegas (10,21 Prozent) und der Stromkonzern EES Rossii (4,69 Prozent).

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