Russischer Stahlkonzern
Severstal strebt an die Börse

Der führende russische Stahlkonzern Severstal plant in den nächsten Monaten seinen Börsengang. Nach Informationen des Handelsblatts aus Finanzkreisen strebt das Unternehmen bereits im Herbst – spätestens aber im Frühjahr 2007 – den Gang auf das Parkett in Moskau und London an.

mm/tom MOSKAU/LONDON. Damit könnte es bis zu drei Mrd. Dollar erlösen. Als Favoriten für das Bankenkonsortium, das die Transaktion begleitet, gelten Deutsche Bank und UBS, daneben haben Lehman Brothers und die Citigroup gute Chancen.

Der russische Stahlhersteller, der mehrheitlich dem Oligarchen Alexej Mordaschow gehört, hatte in den vergangenen Monaten Schlagzeilen gemacht, als sich Mordaschow als „weißer Ritter“ in die Übernahmeschlacht um den Arcelor-Konzern, einschaltete. Das Arcelor-Management hatte eine Fusion mit Severstal angepeilt, um der Übernahme durch Mittal Steel zu entgehen – willigte aber auf Druck der Aktionäre schließlich doch in die Ehe mit Mittal ein.

Severstal hat zwar schon heute eine Börsennotierung im Moskauer Index RTS, doch fast 90 Prozent der Anteile befinden sich im Besitz von Mordaschow, den Rest halten Mitarbeiter und das Management. „Die Aktie ist kaum liquide, das will Severstal ändern“, sagte ein mit den Börsenplänen Vertrauter dem Handelsblatt.

Der Konzern war im Zuge des Übernahmekampfes um Arcelor vor allem bei westlichen Investoren auf Vorbehalte gestoßen. Mordaschow gilt als Unternehmer mit guten Drähten zum Kreml. Präsident Wladimir Putin wiederum hat in den vergangenen Jahren den staatlichen Einfluss auf die Wirtschaft im Land stark ausgeweitet.

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