Aktien
Salzgitter nach Aussagen auf Analystenkonferenzen sehr fest

Die Aktie des Stahlherstellers Salzgitter hat am Dienstag kräftig zugelegt. Mit plus 2,94 Prozent auf 16,47 Euro rückte sie bis 11.15 Uhr an die Spitze im MDax . Dieser gewann zugleich 0,47 Prozent auf 5 744,36 Punkte.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktie des Stahlherstellers Salzgitter hat am Dienstag kräftig zugelegt. Mit plus 2,94 Prozent auf 16,47 Euro rückte sie bis 11.15 Uhr an die Spitze im MDax . Dieser gewann zugleich 0,47 Prozent auf 5 744,36 Punkte. Analysten verwiesen auf eine für sie einberufene Konferenz am Montag sowie auf eine weitere an diesem Dienstag in London.

Analyst Winfried Becker von Sal. Oppenheim sagte, nach der Vorstellung des Geschäftsberichts 2004 am 31. März habe Salzgitter nun während der Konferenzen nochmals Aussagen zum Unternehmensausblick gemacht. "Die Diskussion darüber, ob und wie schnell der positive Stahlzyklus zu Ende geht, dauert weiter an", sagte er. Die Konzernaussagen über die künftige Entwicklung im Stahlgeschäft könnte Skeptiker zu neuen, optimistischeren Schlüssen bewogen haben. "Nach unserer Einschätzung wird die Nachfrage nach Stahl nicht so rasch abflauen. China wird weiter wachsen, und das bedeutet weiterhin gute Chancen für Stahlhersteller und damit auch für Salzgitter", sagte er.

Auch der Salzgitter-Experte der HVB, Christian Obst, führte die Aktiengewinne auf die Analystenkonferenzen zurück. "Heute läuft eine weitere Veranstaltung für Analysten in London", sagte er. "Daher könnten nochmals Impulse kommen." Wer nach den Zahlen noch nicht reagiert habe, hole dies wohl nun nach. Dabei verwies er darauf, dass Salzgitter unter anderem gesagt habe, dass die Preise im Stahlgeschäft im zweiten Halbjahr nochmals angezogen würden. Er bestätigte die Aktie nach der Konferenz mit "Buy" und einem Kursziel von 21 Euro.

Die Aussagen des Vorstandschefs Wolfgang Leese, dass Salzgitter einen Fusions- oder Übernahmekandidaten suche, seien für den Markt dagegen nachrangig. Das werde heute am Markt nicht gespielt, sagten beide Experten.

Michael Tappeiner von der WestLB hält im Gegensatz zu einer Übernahme von Salzgitter durch einen anderen Stahlkonzern - eigene geplante Fusions- oder Übernahmevorhaben zwar für gut möglich, aber für nach wie vor unsicher.

Wie die "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" berichtete, will Salzgitter bei künftigen großen Fusionen oder Übernahmen in der Stahlindustrie mit von der Partie sein. "Wir finden etwas, da sind wir guten Mutes", sagte Leese der Zeitung (WAZ; Dienstagausgabe). Interesse bekundete Leese an einer Fusion mit der Dillinger Hütte im Saarland oder an einer Übernahme des französischen Konzerns Vallourec . Beide Varianten seien aber zurzeit aus unterschiedlichen Gründen versperrt.

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