Santander UK
Börsengang rückt in weite Ferne

Die Großbank Santander hat mit Problemen zu kämpfen - und deswegen verzögert sich der Börsengang ihrer britischen Tochter offenbar deutlich: Es heißt, vor 2013 sei der Sprung aufs Parkett eher unwahrscheinlich.
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LondonDie Marktturbulenzen machen der Großbank Santander beim geplanten Börsengang der britischen Tochter einen Strich durch die Rechnung. Vor 2013 sei das Initial Public Offering (IPO) unwahrscheinlich, sagte eine mit den Überlegungen vertraute Person. Die Achterbahnfahrt an den Finanzmärkten sei ein Grund, warum das spanische Geldhaus abwarten wolle. Auch die Auswirkungen der strengeren Bankenregulierung in Großbritannien seien derzeit nicht abzuschätzen. Zudem dauere die Integration der von RBS übernommenen Geschäftsteile länger als gedacht.

Santander wollte sich dazu nicht äußern. Dass es Verzögerungen beim IPO gibt, deutet sich allerdings schon seit längerem an. Die Bank will etwa ein Viertel von Santander UK an die Börse bringen. Das könnte vier Milliarden Pfund in die Kasse spülen. Ursprünglich war das IPO einmal für 2011 geplant, Santander-Chef Alfredo Saenz beerdigte diesen Gedanken aber im Sommer. Zuletzt schien zumindest 2012 realistisch.

Santander hatte in Großbritannien unter anderem Abbey National übernommen. Vor einem Jahr folgten gut 300 Filialen der Royal Bank of Scotland (RBS). Bis die Integration endgültig abgeschlossen ist, dürfte es nach Einschätzung der Spanier bis weit ins kommende Jahr hinein dauern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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