Aktien
SAP-Aktie verliert nach Herabstufung

Die Aktien des Softwarekonzerns SAP haben am Dienstag mit deutlichen Kursverlusten auf die Herabstufung des Papiers auf „Neutral“ von „Overweigth“ durch die Investmentbank JP Morgan reagiert.

rtr FRANKFURT. Die Papiere von Europas größtem Softwareentwickler verloren am Vormittag knapp drei Prozent auf 99,76 €, während der Deutsche Aktienindex (Dax) lediglich rund ein Prozent auf 3 186 Punkte verlor. JP Morgan rechnet nach einer Befragung von 100 SAP-Kunden mit einem herausfordernden zweiten Halbjahr 2003 für den Walldorfer Hersteller von Software zur Unternehmenssteuerung. Das Aufwärtspotenzial sei derzeit begrenzt, hieß es. Der faire Wert für die SAP-Aktie bleibe aber bei 105 €.

Für die zum 17. Juli erwarteten Zahlen für das zweite Quartal sind nach Ansicht der Analysten kaum Überraschungen zu erwarten. „Die Kundenausgaben scheinen im Rahmen der Erwartungen zu liegen“, hieß es in der Studie. Daher erscheine es unwahrscheinlich, das SAP Lizenzumsätze deutlich unter den Markterwartungen vorlegen werde. SAP gehört traditionell zu den Unternehmen, die vor Quartalszahlen regelmäßig besonders stark von Gerüchten über negative Überraschungen betroffen sind. Hintergrund ist unter anderem das konjunktursensible, schwankungsanfällige Geschäft des Konzerns.

2004 werde sich die schwierig zu überblickende Lage kaum ändern, heißt es in der Studie weiter. 47 % der Kunden hätten erklärt, es sei noch zu früh für eine klare Einschätzung. SAP wird es daher nach Ansicht von JP Morgan schwer haben, die Analystenerwartung eines zehnprozentigen Wachstums beim Lizenzverkauf zu erfüllen. SAP leidet seit längerem unter der Zurückhaltung der Firmen bei Ausgaben für Software und Informationstechnologie.

Ohne große Auswirkung auf das Kundenverhalten bleibt der Erhebung zufolge das feindliche Übernahmeangebot des Konkurrenten Oracle für den Konkurrenten Peoplesoft. Die Befragten hätten unisono einen Einfluss des Streites auf ihr Ausgabenverhalten abgestritten, schrieben die JP-Morgan-Analysten. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass SAP von der Auseinandersetzung profitieren und dadurch deutlich Marktanteile gewinnen könne. Es sei zwar insgesamt mit einem wachsenden SAP-Marktanteil zu rechnen, dies bedeute in einem schrumpfenden Markt aber nicht notwendigerweise Absatzwachstum, hieß es in der Studie.

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