Schadensbegrenzung
Wirecard ringt um Rehabilitation

Selten klaffte in der Beurteilung einer Aktie durch Analysten auf der einen und den Markt auf der anderen Seite eine derart große Lücke wie im Fall von Wirecard nach der Schlammschlacht mit der SdK. Inzwischen bemühen sich sowohl Wirecard als auch die Schutzgemeinschaft um Schadensbegrenzung. Das bringt die Aktie wieder auf Erholungskurs.

FRANKFURT. Die Wirecard-Aktie notiert aktuell rund 40 Prozent tiefer als noch am 24. Juni, dem Tag der Hauptversammlung. Seinerzeit hatte die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) erstmals öffentlich Kritik an einer intransparenten und irreführende Bilanzierung geübt.

Anleger ergriffen daraufhin in einem ohnehin schwachen Gesamtmarkt die Flucht, doch Analysten halten dem Wert die Stange: Neun Kaufempfehlungen stehen lediglich zwei Halte- und keine einzige Verkaufsempfehlung gegenüber. Auch die Aktie versucht sich an einer Erholung: Am Dienstag lag der Kurs mit rund 6,40 Euro bereits wieder weit über dem Zwischentief bei 4,25 Euro.

"Es geht in der Debatte um die Transparenz der Aktie. Fundamental ändert sich nichts: Wirecard ist in einem stark wachsenden Markt gut aufgestellt, der unter anderem davon profitiert, dass immer mehr Zahlungen online stattfinden", erläutert Sal. Oppenheim-Analyst Marco Zeidler. Wirecard bietet Produkte und Abwicklungsdienstleistungen für den elektronischen Zahlungsverkehr an, richtet sich aber auch über Prepaid-Kreditkarten und Zahlungssysteme an Endverbraucher.

Inzwischen bemühen sich sowohl der Bezahldienstleister Wirecard als auch die SdK um Schadensbegrenzung: Die SdK hat inzwischen sämtliche Erklärungen und Vorwürfe von ihrer Internetseite genommen. Auch Wirecard lässt über Anwälte überkritische Kommentare selbst aus Internetforen löschen und präsentierte jüngst zwei neue Großkunden.

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