Schaeffler, Covestro, Hapag Lloyd
Wem VW in den Börsengang grätscht

Volkswagen ist ein großer Auftraggeber des Automobilzulieferers Schaeffler – der Abgasskandal erschwert Schaefflers Börsengang. Auch Covestro und Hapag Lloyd zittern vor dem Gang aufs Parkett. Anleger verlieren Vertrauen.
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Frankfurt/DüsseldorfEs hätte ein schöner IPO-Herbst werden können. Gleich mehrere Firmen haben ihren Gang aufs Parkett angekündigt, darunter die Bayer-Kunststoffsparte Covestro, der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler und die Reederei Hapag Lloyd. Doch nun sieht es so aus, als müssten die Börsenkandidaten einen längeren Atem haben als gedacht – oder die finanziellen Erwartungen herunterschrauben. Der Schrecken, der die Märkte seit der vergangenen Woche erfasst hat, trägt einen kurzen Namen: VW.

Seit ans Licht gekommen ist, dass der sonst als so sicher, rechtschaffend und beständig geltende Automobilkonzern die Abgaswerte für viele seiner Dieselfahrtzeuge manipuliert hat, steht die Börse Kopf. Der Dax rauschte bereits in der vergangenen Woche in die Tiefe und setzte am Montag seine Talfahrt fort. Der Index verlor rund 1,6 Prozent. Aktien von Automobilzulieferern wie Elring-Klinger, Continental und Dürr sackten zum Teil zweistellig ab.

In einem solchen Börsenumfeld leiden auch jene Firmen, die noch gar nicht auf dem Parkett sind. Allen voran: Schaeffler. Das fränkische Familienunternehmen will bereits am 5. Oktober seinen Börsengang feiern. Nun hat Schaeffler Insidern zufolge die Bekanntgabe der Aktienpreisspanne um einige Tage verschoben. Die Spanne, zu der die Aktien im Rahmen einer Privatplatzierung angeboten werden, solle erst in der zweiten Wochenhälfte veröffentlicht werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Ursprünglich hatte die Preisspanne zu Wochenbeginn festgezurrt werden.

„Wir haben vergangene Woche zwei Tage verloren, weil Investoren nur Fragen zur VW-Affäre stellten”, sagte eine mit dem Börsengang vertraute Person. Volkswagen ist ein wichtiger Kunde von Schaeffler. Zudem seien die volatilen Märkte nicht gerade hilfreich. Der Dax hat im Zuge des VW-Abgasskandals in der vergangenen Woche mehr als zwei Prozent verloren.

Das fränkische Familienunternehmen Schaeffler, das auch Großaktionär beim Autozulieferer Continental ist, hat ohnehin keinen besonders leichten Start auf dem Parkett. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise versuchte Schaeffler Continental zu schlucken – und scheiterte. Das kam das Familienunternehmen teuer zu stehen. Die Schulden, die aus dem gescheiterten Übernahmeversuch entstanden sind, sollen nun auch über den Börsengang reduziert werden.

Mit dem Börsengang hat es Schaeffler ziemlich eilig. Start des Bookbuilding – dem offiziellen Sammeln von Kaufinteressenten – war offiziell der 28. September – also der heutige Montag. Das Unternehmen musste unter anderem wegen der unsicheren Lage in China seinen Ausblick für das Gesamtjahr leicht zurücknehmen. „Timing ist immer eine kunstvolle Frage. Wir sind der Meinung, dass das jetzt der richtige Zeitpunkt ist.“

Notiert werden sollen die Schaeffler-Aktien am regulierten Markt in Frankfurt. Konzernchef Klaus Rosenfeld stellt den Anlegern eine Dividende in Höhe von 25 bis 35 Prozent des Jahresüberschusses in Aussicht. Privatanleger werden wohl keinen leichten Zugang zur Aktie haben. Rosenfeld will eine „Privatplatzierung ohne öffentliches Angebot” durchziehen. Damit können Privatanleger erst nach dem Börsengang einsteigen.

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  • Wie schön ist es, wenn man wie ich , die VOW zum richtigen Zeitpunkt verkauft hat.
    Doch bald lohnt wieder ein Neueinstieg.
    Wer wie ich seit 50 Jahren dabei ist, den machen solche Bewegungen nicht schwindlig.
    Die Aktienanlage ist alternativlos, man muß nur die richtiegn Aktien zum richtigen Zeitpunkt kaufen.

  • Covestro ist die Kunststoffsparte von bayer, nicht von BASF.

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