Aktien
Schering an Dax-Ende - Neuer Rückschlag bei Krebsmittel

Schering-Aktien haben am Donnerstag nach einem einem erneuten Rückschlag bei der Entwicklung des Darmkrebmittels PTK/ZK deutlich nachgegeben. Der Kurs des Pharmakonzerns fiel gegen 11.15 Uhr um 3,20 Prozent auf 51,50 Euro und bildete damit das Dax-Schlusslicht.

dpa-afx FRANKFURT. Schering-Aktien haben am Donnerstag nach einem einem erneuten Rückschlag bei der Entwicklung des Darmkrebmittels PTK/ZK deutlich nachgegeben. Der Kurs des Pharmakonzerns fiel gegen 11.15 Uhr um 3,20 Prozent auf 51,50 Euro und bildete damit das Dax-Schlusslicht. Dagegen stieg der Leitindex um 0,48 Prozent auf 4 878,61 Punkte.

Nach dem erneuten Rückschlag will der Pharmakonzern die Zulassungsstrategie für sein als milliardenschwerer Hoffnungsträger angekündigtes Darmkrebsmedikament PTK/ZK überprüfen. Zwischenergebnisse einer Studie hätten eine geringe Wahrscheinlichkeit gezeigt, einen "Überlebensvorteil" für Patienten nachweisen zu können, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Nach Vorliegen endgültiger Ergebnisse in der zweiten Hälfte 2006 soll daher mit dem Schweizer Entwicklungspartner Novartis die weitere Strategie überdacht werden.

Damit bleibt nach Einschätzung der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) das Pipelineproblem bei den Berlinern akut. "Wir haben in unserem Bewertungsmodell ohnehin nur Spitzenumsätze von 160 Mill. Euro für PTK/ZK eingerechnet, diese können wir getrost auf Null reduzieren", berichtete Analyst Alexander Groschke. Der Experte bekräftigte den Pharmawert auf "Marketperformer" mit einem Kursziel von 52,00 Euro.

Die Berliner machen nach Ansicht von Groschke zwar Fortschritte bei der Kostensenkung und auch die am Vortag angekündigte Kooperation mit Astrazeneca bei neuartigen Glucocorticoiden sei sinnvoll - "aber woher das zukünftige Wachstum kommen soll, bleibt unklar." Die Bedrohung durch Generikab für Yasmin sei real. Die beiden Projekte Bonefos und Asoprisnil dürften zudem überfordert sein, die Umsätze von Betaseron nach dem Patentablauf (2008/2 010) zu ersetzen.

Analyst Andreas Schmidt von Merrill Lynch bestätigte die Schering-Aktie auf "Neutral". Der Rückschlag bei dem Krebsmittel werde die Stimmung belasten. In den kommenden Tagen dürfte sich der Kurs aber wieder errholen.

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