Aktien
Schering brechen ein - PTK-Zulassungsantrag verschiebt sich

Schering-Aktien haben am Montagmorgen mit massiven Kursverlusten auf den verschobenen Zulassungsantrag für das Krebsmedikament PTK/ZK reagiert. Das Papier des Pharmaunternehmens brach gegen 9.25 Uhr um 10,01 Prozent auf 52,70 Euro ein.

dpa-afx FRANKFURT. Schering-Aktien haben am Montagmorgen mit massiven Kursverlusten auf den verschobenen Zulassungsantrag für das Krebsmedikament PTK/ZK reagiert. Das Papier des Pharmaunternehmens brach gegen 9.25 Uhr um 10,01 Prozent auf 52,70 Euro ein. Zugleich stieg der Leitindex Dax leicht um 0,14 Prozent auf 4 332,20 Punkte.

Der europäische Zulassungstermin für das Medikament PTK/ZK des Berliner Pharmakonzerns zu Beginn des Jahres 2007 bedeutet nach Ansicht von Marktteilnehmern eine Verzögerung. In der Vorwoche seien Gerüchte aufgekommen, denen zufolge das Mittel schneller als erwartet eine Zulassung erhalten könne, sagten Händler am Montagmorgen. Daraufhin war der Schering-Titel in der Vorwoche stark gestiegen. Ursprünglich hatte Schering angekündigt, dass die Zulassungsanträge bei den europäischen und US-amerikanischen Gesundheitsbehörden möglicherweise auch 2005 eingereicht werden könnten.

"Dies ist eine herbe Enttäuschung", berichtete Analyst Alexander Groschke von der Landesbank Rheinland-Palz. Der Experte wird nach eigenen Worten seine Schätzungen für PTK/ZK senken. Analyst Martin Possienke stufte die Schering-Aktie in einer ersten Reaktion von "Reduce" auf "Sell". Das Kursziel reduzierte der Experte von 52 auf 50 Euro.

Ein Frankfurter Händler zeigte sich von dieser Nachricht ebenfalls enttäuscht: "Zuletzt hatte Schering den Zulassungsantrag für Ende 2005 vorgesehen." Daher drücke der nun bekannte Zulassungstermin von Anfang 2007 auf den Kurs der Schering-Aktie. Experten trauen dem neuen Krebsmedikament einen jährlichen Umsatz von rund einer Milliarde Euro zu.

Kaum beachtet wurde darüber die Nachricht, dass Schering eine Übernahme von bis zu zwei Mrd. Euro finanzieren könnte, ohne dabei das "A"-Rating zu gefährden. Lasse sich auf Dauer keine Übernahme realisieren, sei auch eine Sonderdividende vorstellbar, sagte Schering-Finanzvorstand Jörg Spiekerkötter der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe).

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%