Schiesser
Börsengang soll ohne Joop über die Bühne gehen

Der Unterwäsche-Hersteller Schiesser will den Sprung aus der Insolvenz an die Börse ohne den Modeschöpfer Wolfgang Joop schaffen. Die Ereignisse in Japan könnten die Pläne allerdings durcheinanderbringen.
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FrankfurtDie Zusammenarbeit mit Joop bei der Neuausrichtung der Traditions-Wäschemarke habe sich erübrigt, nachdem die Kollektionen und der neue Markenauftritt bereits weitgehend fertig seien, sagte Vorstandssprecher Rudolf Bündgen am Freitag. Sie stießen auch im Handel auf eine positive Resonanz.

Mit Joops angekündigtem Rückkauf der Modemarke „Wunderkind“ habe der Rückzieher nichts zu tun, sagte eine Schiesser-Sprecherin. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass der 66-Jährige nicht exklusiv für Schiesser tätig sein werde. Er hatte sich im Zuge des Börsengangs auch an dem Unternehmen aus Radolfzell am Bodensee beteiligen wollen.

Die Turbulenzen an den weltweiten Märkten nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan könnten den Zeitplan für den Börsengang allerdings durcheinanderbringen, der für das zweite Quartal geplant ist. „Wir arbeiten planmäßig weiter, aber wir beobachten natürlich die Entwicklung an den Börsen“, sagte die Sprecherin.

Die von zahlreichen Börsenkandidaten ins Auge gefasste Periode vor Ostern habe Schiesser aber ohnehin nicht nutzen wollen. Der Börsengang, mit dem der ehemalige Insolvenzverwalter Volker Grub die Gläubiger auszahlen will, dürfte damit frühestens im Juni über die Bühne gehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wolfgang Joop tut mir leid. Er ist ein hervorragender Kreativer, aber ein grottenschlechter Kaufmann und Menschenkenner. Seine Berater sind entweder unfähig oder unseriös. Anders ist der Ablauf der Liäson Joop/ Schiesser nicht zu erklären.

    Ohne den Namen und die Persönlichkeit JOOP wäre Schiesser nie wieder auf die Beine gekommen. Kein Investor und keine Bank hätten auch nur einen Euro für diese marode und ausgelutschte Bude gegeben.

    Nachdem Joop die (kostenlose) Pressearbeit gemacht hatte - und alles wieder rund lief - wurde er nicht mehr gebraucht und ausgebootet. Erst wurde ihm seine Beteiligung versagt und dann sogar ein Beratervertrag.

    Ein guter Berater hätte das alles in Vorfeld geregelt und abgesichert.


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