Schiffsemissionshaus plant mehr Immobilienfonds
HCI möchte im Herbst an die Börse

Das Hamburger Emissionshaus HCI Capital AG will in diesem Jahr an die Börse gehen. Voraussetzung für dieses Vorhaben ist allerdings, dass zu diesem Zeitpunkt das Umfeld am deutschen Kapitalmarkt stimmt. In Kreisen des Finanzdienstleisters heißt es dazu, dass die Erstnotiz Ende November erfolgen soll. Angestrebt werde eine Notierung im MDax.

lip HAMBURG. „Wir wollen das Geld aus dem Börsengang nutzen, um uns breiter aufzustellen“, beantwortete HCI-Vorstandschef Harald Christ die Frage nach einer möglichen Verwendung des Emissionserlöses. Christ hat die Investmentbanken Credit Suisse First Boston und Dresdner Kleinwort Wasserstein beauftragt, die Rahmenbedingungen für die Platzierung zu prüfen.

Der Erlös soll dazu dienen, vor allem die Abhängigkeit von Schiffsfinanzierungen das Emissionshauses abzubauen. Mit dieser Geschäftsstrategie folgt HCI dem Vorbild des ebenfalls in Hamburg ansässigen Konkurrenten MPC Capital AG, der bereits börsennotiert ist und dessen Aktien in den vergangenen Monaten zu den Papieren mit den höchsten Kurssteigerungen im MDax gehörten. „Wir wollen künftig jeweils die Hälfte des Ertrags mit Schiffsfonds und Immobilien erzielen“, sagt HCI-Chef Christ.

HCI Capital erwirtschaftet bisher rund 82 Prozent der Erträge mit Schiffsbeteiligungen. Die Gesellschaft hatte 2004 mit 200 Mitarbeitern das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um mehr als 120 Prozent auf 30,6 (13,7) Mill. Euro erhöht.

Dass sich HCI verstärkt auf Immobilienfonds konzentrieren will, ist verständlich. Denn auf dem internationalen Schifffahrtsmarkt haben die Charterraten derzeit ihren Höhepunkt erreicht. Analysten gehen davon aus, dass der Markt mittelfristig unter Druck gerät. „Es besteht die Gefahr, dass der derzeitige Nachfrageüberhang nach Schiffen künftig geringer wird“, erklärte kürzlich Ralf Dibbern, Analyst bei der Hamburger Privatbank M.M. Warburg.

An der HCI ist die HCI Sicar AG in Luxemburg mit 76 Prozent beteiligt. Dahinter stehen die ehemalige HCI-Managerin Ursula Roessel und der Rechtsanwalt Ernst Sennheim. Die restlichen AG-Anteile hält der HCI-Vorstandschef. „Bei einem Börsengang werden die Anteilseigner weiterhin beteiligt bleiben“, sagte Christ.

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