Schlechte Stimmung an Märkten
Börsenflaute belastet Bankaktien

Die Berg- und Talfahrt an den Börsen setzt Bankwerte gleich doppelt unter Druck: Zum einen leiden die Werte wie andere Papiere unter der verhaltenen Stimmung der Aktionäre. Zudem belastet die Unsicherheit auch direkt das Geschäft der Banken.

DÜSSELDORF. Gänzlich von den Papieren abraten wollen die Experten zwar nicht. Entscheidend für den Anlageerfolg sei allerdings die richtige Auswahl der Titel.

In den vergangen Monaten haben sich Investitionen in fast alle europäischen Bankwerte noch für die Anleger ausgezahlt (siehe „Lohnende Investments“). Die meisten europäischen Banken haben mit den jüngst vorgelegten Berichten die Erwartungen genau getroffen oder sogar übertroffen. „Die Qualität der Zahlen ist aber nicht mehr so gut wie vor einem Jahr“, warnt Helmut Hipper, Fondsmanager bei Union Investment.

Vor allem bei Investmentbanken, die stärker von der Entwicklung der Kapitalmärkte abhängig sind, raten Experten jetzt zur Vorsicht. „Im letzten Quartal liefen die Märkte zumindest in der ersten Hälfte noch recht gut“, sagt Hipper. Trotzdem lösten schwindende Erträge im Eigenhandel bei den Papieren der Credit Suisse, von ABN Amro und der Deutschen Bank bereits erste Kurseinbrüche aus.

Außerdem könnte sich die verhaltene Stimmung in den kommenden Monaten auch auf das Geschäft mit Börsengängen und Übernahmen negativ auswirken, sagt der Fondsmanager. Georg Kanders, Branchenexperte bei der WestLB, rechnet daher zwar generell weiterhin mit guten Ergebnissen. „Vielleicht fallen die Steigerungen in Zukunft jedoch nicht mehr ganz so hoch aus wie im laufenden Jahr“, sagt der Analyst.

So fallen auch bislang die meisten Einschätzungen über die Kursentwicklung der Aktie der Deutschen Bank positiv aus. Gerade die Unsicherheiten an den Märkten schüren bei dem deutschen Branchenprimus jedoch erste Zweifel. Für Derek Chambers, Analyst bei Standard & Poor’s, ist dies in den kommenden zwölf Monaten eines der größten Risiken für das Institut. Er gibt als Anlagevotum daher „halten“ an.

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