Schlechtestes Jahr seit 2003 droht
Markt für Börsengänge vor Wendepunkt

Am Markt für deutsche Börsengänge (IPO) fällt in den nächsten Wochen die Entscheidung ob das Jahr als das schlechteste seit 2003 in die Geschichte eingehen wird. Der Hoffnungsträger Schott Solar hat den Börsenstart nun verschoben.

FRANKFURT.Am Markt für deutsche Börsengänge (IPO) fällt in den nächsten Wochen die Entscheidung, ob das Jahr doch ein erträgliches Ende findet oder ob es als das schlechteste Ipo-Jahr seit 2003 in die Geschichte eingehen wird. Damals gab es keinen einzigen Börsengang in Deutschland.

Bisher gab es zwar zumindest deren zwei im Premiumsegment Prime Standard. Mit einem Volumen von rund 360 Mio. Euro hatte jedoch nur der nordhessische Solar-Zulieferer SMA Solar überhaupt eine nennenswerte Größenordnung.

Seitdem unklar ist, ob der nächste Hoffnungsträger Schott Solar, der nach ursprünglichen Plänen am Freitag seine Erstnotiz plante, dieses Vorhaben wegen der Turbulenzen an den Märkten nun aber in die nächsten Wochen verschoben hat (siehe "Fünf Fragen an"), den Sprung an die Börse schafft, steht auch der Börsengang der Deutschen Bahn in der Diskussion.

Das Bahn-Ipo wäre mit einem Volumen von geschätzten fünf bis sechs Mrd. Euro das größte seit dem Jahr 2000. Gemeinsam mit den geschätzten 700 Mio. Euro, die Schott Solar einnehmen will, würde das deutsche Ipo-Jahr dann doch noch etwa das Volumen des Vorjahres erreichen. "Wir stehen derzeit an einem ganz markanten Punkt, an dem über Erfolg oder Misserfolg eines Jahres entschieden wird", heißt es bei einer Konsortialbank.

Für Anleger hat sich die SMA-Aktie, die seit dem 27. Juni an der Börse gelistet ist, rentiert. Die zu einem Preis von 47 Euro ausgegebenen Papiere notierten gestern bei 53,60 Euro und damit um 14 Prozent im Plus. Das SMA-Management hatte beim Ipo argumentiert, die Alleinstellung seiner Produkte werde sich auch in schlechten Börsenzeiten durchsetzen.

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