Schmuck, Uhren, Handtaschen
Luxus im Depot ist noch immer gefragt

Brechen die Umsätze der Luxushersteller ein, wenn Chinas Wirtschaft weniger stark wächst? Die Angst ist groß, doch Luxus ist noch immer gefragt. Wie Experten die Chancen für die Aktien der Hersteller einschätzen.
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Düsseldorf„Luxus geht immer“, heißt es oft. In welcher Phase auch immer der Konjunkturzyklus gerade stecken mag, die Reichsten der Reichen haben schließlich noch genügend Geld für edles Geschmeide, teure Uhren, erlesene Handtaschen und feinste Stoffe. Kein Wunder, das Luxusaktien als relativ sichere Sache gelten. Doch ganz so krisenfest sind die Papiere nicht. Das mussten zuletzt auch die Aktionäre vieler Hersteller hochpreisiger Konsumgüter erleben. Denn an der Börse ging Luxus in den vergangenen Monaten weniger gut.

Ob nun Richemont, LVMH oder Kering – die Anteilsscheine der Luxushersteller mussten im Sommer Federn lassen. Einzig der Louis-Vuitton- Konzern schaffte in den vergangenen sechs Monaten ein kleines Kursplus von drei Prozent. Die Aktie von Richemont – zu dem Konzern gehören Marken wie Baume & Mercier, Cartier, Montblanc und Piaget – büßte fast zehn Prozent ein. Nur wenig besser lief es bei Kering (ehemals PPR), Mutter von Gucci Bottega Veneta, Stella Mc Cartney, Pomellato und Puma.

Als Grund wurde die schrumpfende Nachfrage in Fernost genannt, wo die Hersteller der edlen Waren große Teile ihres Umsatzes machen. Das schwächere Wachstum in China hat zu einigen Gewinnwarnungen geführt, unter anderem auch beim deutschen Modellabel Hugo Boss. Auch diese Aktie stürzte ab.

Doch Experten sind längst nicht so kritisch, wie mancher Aktionär. „Luxus ist in den letzten Jahren in China überdurchschnittlich gewachsen“, sagt Scilla Huang Sun, die gemeinsam mit Andrea Gerst den JB Luxury Brands Fonds (ISIN LU0329429897) managt. „Die Normalisierung des Wachstums als Folge der Wirtschaftsabschwächung ist normal und erwartet.“

Dass der Absatz der Luxusanbieter in China schwächelt, ist auch kein ganz neues Problem. „Die Anti-Korruptions-Kampagne in den vergangenen zwei Jahren hat die Umsatzentwicklung des gesamten Sektors belastet“, ergänzt Peter Steiner, Analyst beim Bankhaus Lampe. Es sind einfach nicht mehr so viele dicke Uhren oder teure Taschen verschenkt worden.

Der Absatz in China mag also schwächeln, doch der Schaden hält sich in Grenzen. „Natürlich hinterlässt die leichte Konjunkturabkühlung in China Spuren in den Bilanzen von LVMH oder Burberry“, so Steiner. Auch der Börsencrash im August hat den Chinesen die Lust auf ausgefallene Accessoires und edle Stoffen genommen. „Die Auswirklungen auf den Konsum waren stärker als im Sommer erwartet“, sagt Steiner. „Völlig abgekoppelt davon sind übrigens die Sportartikelhersteller. Nike und Adidas wachsen in China weiterhin stark.“

Kommentare zu " Schmuck, Uhren, Handtaschen: Luxus im Depot ist noch immer gefragt"

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  • Schmuck, Uhren, Handtaschen
    Luxus im Depot ist noch immer gefragt

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    NICHTS AUS DER GESCHICHTE GELERNT ???

    Vor dem zweiten Weltkrieg...

    hatten viele Europäer und auch Japaner viele Wertsachen...

    WO SIND DIESE WERTSACHEN VOR-und NACH DEM KRIEG GELANDET ?

    Also macht weiter so...investiert in tode Materie !!!

  • Ich freu mich, hier ist noch eine Kommentarfunktion offen.
    Leider kann ich mit dem Begriff Luxus nicht viel anfangen,aber einen Kommentar ist es wert.
    Mein Luxus ist mein Depot was ich seit über 50 Jahren habe. Natürlich nur mit intern. Gewinnertiteln bestückt.
    Dazu noch vor 30 Jahren Gold gekauft, ein paar vermietete Immobilien, das ist mein Luxus.
    Aber was freu ich mich endlich mal wieder einen Kommentar schreiben zu dürfen.
    Danke HBO, you made my day

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