Schwacher Dollar belastet das Auslandsgeschäft – Analysten kritisieren Aktionärsstruktur als Hemmnis für Expansion: Der Heineken-Aktie droht Durststrecke

Schwacher Dollar belastet das Auslandsgeschäft – Analysten kritisieren Aktionärsstruktur als Hemmnis für Expansion
Der Heineken-Aktie droht Durststrecke

Unter den großen internationalen Biermarken ist Heineken eine der wenigen, die sich fast überall in der Welt auf der Getränkekarte einen Stammplatz verschafft hat. Doch gerade das Auslandsgeschäft der Niederländer bescherte den Aktionären im vergangenen Jahr Sorgenfalten.

DÜSSELDORF. Das Hauptproblem des niederländischen Heineken-Konzerns ist und bleibt dabei nach Ansicht der Analysten vor allem der schwache Dollar. Auch wenn Heineken seinen Gerstensaft mittlerweile in über 170 Ländern verkauft, wird ein Großteil davon noch immer in Europa gebraut. So haben die Niederländer beispielsweise in den USA, wo das Unternehmen immerhin rund 30 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet, kein eigenes Werk. Daher werden die amerikanischen Kunden gänzlich mit Exporten aus der Heimat bedient. Das treibt die Kosten.

Doch ist der schwache Dollar längst nicht der einzige Schwachpunkt der Niederländer. Fast noch entscheidender ist zumindest langfristig, dass das Wachstumspotenzial des Unternehmens begrenzt ist. „Heineken ist zu stark von den mittlerweile gesättigten Stammmärkten abhängig“, sagt Hans Plungers, Analyst bei der niederländischen Privatbank Insinger de Beaufort. Und gerade in diesen Ländern läuft das Geschäft schleppend. „In den vergangenen zwei Jahren hat Heineken vor allem in den USA enttäuscht“, sagt Andrew Holland, Analyst bei Dresdner Kleinwort Wasserstein in London, der das Papier mit „reduzieren“ einstuft.

Fast alle großen Brauereien setzen daher verstärkt auf Wachstumsregionen wie Asien, Südamerika und Osteuropa. Immerhin liegt beispielsweise der jährliche Bierkonsum in China bei nur rund 20 Liter pro Einwohner. In Deutschland sind es rund fünfmal so viel.

Immerhin hat Heineken mit der Übernahme der österreichischen BBAG vor gut anderthalb Jahren in Osteuropa Fuß gefasst. Außerdem drängt der Brauer verstärkt nach China. Er kündigte bereits an, dass er den Anteil an der chinesischen Kingway Brewery von 21 auf 50 Prozent aufzustocken gedenkt. Gerüchten zufolge erwägen die Niederländer sogar die komplette Übernahme der Brauerei.

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