Schwacher Rubel
Moskauer Börse im Sinkflug

Auch am Donnerstag haben Anleger Geld aus den russischen Märkten gezogen, die Moskauer Börse schwächelt. Auch der Rubel fällt erneut, könnte aber bald auf Unterstützung hoffen.
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FrankfurtAngesichts fallender Ölpreise haben Anleger am Donnerstag wieder Gelder aus den russischen Märkten abgezogen. Der Leitindex RTS der Moskauer Börse fiel um 2,7 Prozent auf 904 Punkte. Auch die russische Währung gab nach. Dollar und Euro verteuerten sich um jeweils gut ein Prozent auf 62,15 und 70,99 Rubel.

Die Ölpreise nahmen angesichts weiter steigender US-Ölvorräte ihre Talfahrt wieder auf: Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 2,5 Prozent. Die schwache Nachfrage nach Russlands wichtigstem Exportgut lastet auf der russischen Wirtschaft. Zudem belastet der anhaltende Ukraine-Konflikt. Dort blieb die Lage unübersichtlich, nachdem die Ukraine den strategisch wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Debalzewe nach tagelangen Kämpfen aufgegeben hatte. Am Donnerstag wollten die Staats- und Regierungschefs der Ukraine, Russlands, Frankreichs und Deutschlands nach Angaben der französischen Regierung telefonisch über einen Ausweg aus der Krise beraten.

Die russische Währung könnte Strategen zufolge allerdings bald Unterstützung bekommen: Zum Monatsende hin tauschen Exportfirmen einen Teil ihrer in Fremdwährungen erzielten Gewinne in Rubel um, um ihre Steuern in Russland zu zahlen. „Wir rechnen damit, dass Exportfirmen vermehrt Währungsgeschäfte im Vorfeld der Steuerzahlungen kommende Woche abwickeln“, sagte Devisenexperte Maxim Korovin von VTb Capital.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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