Aktien
Schwarz Pharma nach Kauf von Rotigotin-Rechten leicht im Minus

Aktien der Schwarz Pharma AG haben sich am Freitag etwas schwächer als der Gesamtmarkt entwickelt. Vor Handelsbeginn hatte der Arzneimittelhersteller mitgeteilt, er habe von Aderis Pharmaceuticals die Rechte am Wirkstoff Rotigotin gekauft.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien der Schwarz Pharma AG haben sich am Freitag etwas schwächer als der Gesamtmarkt entwickelt. Vor Handelsbeginn hatte der Arzneimittelhersteller mitgeteilt, er habe von Aderis Pharmaceuticals die Rechte am Wirkstoff Rotigotin gekauft. Das führe zu einem einmaligen, zusätzlichen Forschungs- und Entwicklungsaufwand von bis zu 58 Mill. Euro. Deshalb ändere sich der Ausblick für 2005 von einem ausgeglichenen Jahresergebnis zu einem Nettoverlust von maximal 58 Mill. Euro. Die Aktien sanken bis 10.15 Uhr um 0,34 Prozent auf 38,54 Euro, während der MDax um 0,09 Prozent auf 6 517,33 Zähler zulegte.

Analyst Alexander Groschke von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bezeichnete den Kauf der vollständigen Rechte am Parkinson-Mittel als sinnvoll. Es seien nun Einsparungen bei den Lizenzzahlungen zu erwarten. Schwarz hatte bereits die Vermarktungsrechte von Aderis Parmaceuticals im Jahre 1998 übernommen. Rotigotine befindet sich laut Studie bereits im Zulassungsverfahren und ist "das attraktivste Produkt in der Pipeline von Schwarz Pharma". Die LRP bestätigte die Titel mit "Underperformer" und einem Kursziel von 26,00 Euro.

Auch die Hypovereinsbank (HVB) bekräftigte nach der Meldung ihre Empfehlung "Outperform" und das Kursziel 38,00 Euro. Mit der jetzigen Transaktion bezahle das Unternehmen alle künftigen Lizenzgebühren aus und sichere sich das Recht an Rotigotin. Der Kauf demonstriere das Vertrauen in den Erfolg des Parkinson-Plasters Neupro, bei dem die Entscheidungen der zuständigen US-Behörde Ende 2005 und in Europa Anfang 2006 erwartet würden.

Ein Frankfurter Händler wertete die Transaktion neutral, wobei die Rücknahme der Prognosen die Aktien leicht belaste. Ein anderer Händler sagte, dass zwar das Ergebnis belastet werde, er aber wegen der Aussichten für Schwarz Pharma die Aktie dennoch kaufen würde.

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