Schweizer Uhrenmacher
Swatch-Aktien trotzen starkem Franken

Das Schweizer Uhrenunternehmen Swatch trotzt der Frankenstärke mit Rekordzahlen. Die Anleger belohnen das heute, doch Analysten scheinen noch zu zweifeln, ob Swatch seinen holprigen Aktienkurs beenden kann.
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ZürichDie Aktie des Schweizer Uhrenkonzerns Swatch liegt heute nach Quartalszahlen gut ein Prozent im Plus bei 428 Franken. Nach einem schwierigen Halbjahr für die Aktie (seit Jahresanfang lediglich 1,7 Prozent im Plus) legte das Unternehmen heute Rekordzahlen vor - und das trotz negativer Währungseffekte durch den starken Franken. Der Gewinn stieg in den ersten sechs Monaten um knapp ein Viertel auf 579 Millionen Franken (504 Millionen Euro). Um Sondereffekte bereinigt wuchs der Bruttoumsatz um 11,4 Prozent auf 3,36 Milliarden Franken. Unter Ausschluss von Wechselkurseffekten betrug das Verkaufsplus sogar 24,2 Prozent.

Analysten hatten im Schnitt mit 3,39 Milliarden Franken Halbjahresumsatz und 553 Millionen Franken Gewinn gerechnet. Swatch wollte die Halbjahreszahlen ursprünglich erst am 11. August publizieren. Branchenvertreter wie etwa der weltgrößte Luxusgüterkonzern LVMH hatten jüngst dank des brummenden Geschäfts in Asien überraschend starke Bilanzen vorgelegt.

Auch die Aussichten für die zweite Halbjahreshälfte stuft Swatch als vielversprechend ein - im Juli hätten sich Umsatz- und Ergebnistrend der ersten Jahreshälfte bestätigt. Doch werde die starke Aufwertung der Schweizer Währung Spuren hinterlassen. „Das anhaltend starke Wachstum und die positiven Aussichten in Lokalwährungen werden aber durch die ungehemmte Spekulation auf den Schweizer Franken gebremst“, wie es hieß. „Dadurch werden die Umsatzentwicklung sowie der Betriebs- und Konzerngewinn weiterhin negativ beeinflusst.“ Außerdem belasteten höhere Rohstoffkosten den Gewinn.

Diese Risiken scheinen auch bei den Börsenanalysten im Vordergrund zu stehen, denn die sind Swatch gegenüber sehr verhalten. Neun der bei Bloomberg gelisteten Analysten urteilen mit "Kaufen", fünf mit "Halten" und zwei mit "Verkaufen".

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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