Seitwärtsbewegung soll noch sechs Monate anhalten
Goldman Sachs sieht neue Risiken bei Aktien

Europas Aktienmärkte dürften sich auch in den kommenden sechs bis neun Monaten nur in einer engen Handelsspanne bewegen. „Das Risiko, dass Ereignisse eintreten, die die Märkte positiv wie negativ überraschen, hält sich die Waage“, sagt Peter Oppenheimer, Chef-Stratege bei Goldman Sachs in London.

scc FRANKFURT/M. Oppenheimer beruft sich dabei auf historische Auswertungen, die zeigen, dass das erste Jahr nach Ende des Bärenmarktes immer sehr starke Zuwächse zeigte. Das war im vergangenen Jahr der Fall. In den anschließenden ein bis anderthalb Jahren kommt es dann meist zu einer Seitwärtsbewegung, ehe sich entscheidet, ob es an den Märkten weiter bergauf oder erneut bergab geht. Der kritische Punkt wäre in der ersten Hälfte des Jahres 2005 erreicht.

Dennoch dürfte das Risiko einer deutlichen Veränderung nach unten größer sein als das nach oben. Dazu trägt vor allem die Vielzahl externer Faktoren bei, die die Märkte derzeit beeinflussen. Wesentlichen Einfluss haben das langfristige Zinsniveau, der Ölpreis, die Unternehmensgewinne und die latente Terrorgefahr. Speziell der hohe Ölpreis spielt dabei eine große Rolle. Denn mit Steuersenkungen ist nach Aussagen von Peter Oppenheimer der steigenden Ölpreis nicht mehr auszugleichen.

Deswegen geht er auch davon aus, dass sich das weltweite Wachstum im zweiten Halbjahr verlangsamt, da besonders die US-Verbraucher wegen des rapide gestiegenen Ölpreises weniger konsumieren. Diese Entwicklung würde auch an den europäischen Aktienmärkten nicht spurlos vorübergehen. Einzige Lösung des Problems wäre eine rasche Erhöhung der Förderquoten, die den Ölpreis senken könnte.

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