Sender macht Zugeständnisse an kritische deutsche Investoren: Premiere bringt mehr Aktien als geplant an die Börse

Sender macht Zugeständnisse an kritische deutsche Investoren
Premiere bringt mehr Aktien als geplant an die Börse

Der Bezahlsender Premiere will bei seinem Börsendebüt mehr Aktien als ursprünglich geplant an den Markt bringen. Das Emissionsvolumen werde deutlich über 30 Mill. Anteilen liegen, hieß es am Wochenende in Finanzkreisen.

cbu/mm/pk FRANKFURT/M. Damit könnte bei der für den 9. März geplanten Erstnotiz rund die Hälfte der Anteile des Medienunternehmens an die Börse kommen. Ursprünglich hatte Premiere lediglich ein Emissionsvolumen von rund 25 Mill. Aktien geplant.

Mit der höheren Zahl von Aktien wolle Premiere Zugeständnisse beim Preis ausgleichen, hieß es in den Kreisen. Das sehe ein Kompromiss vor, den das Unternehmen mit den führenden Konsortialbanken Credit Suisse, Morgan Stanley und Hypo-Vereinsbank geschlossen habe. Die Aktien von Premiere würden auf jeden Fall für unter 30 Euro an den Markt kommen. Diese Marke war die ursprüngliche Untergrenze der Preisvorstellungen von Premiere-Chef Georg Kofler.

Am Wochenende hatten sich die Eigentümer von Premiere mit den Konsortialbanken getroffen, um die Rahmenbedingugen für den Börsengang zu diskutieren. Die endgültige Entscheidung über Preisspanne und Stückzahl wird heute fallen. Am Dienstag will das Unternehmen weitere Details zur Emission nennen, am Mittwoch beginnt dann die Zeichnungsfrist, die bis zum 8. März läuft.

Premiere plant den größten deutschen Börsengang seit der Milliardenemission der Postbank im vergangenen Sommer. Für dieses Jahr rechnen Investmentbanker mit einer Belebung des Emissionsgeschäfts. Nachdem 2004 lediglich sechs deutsche Unternehmen den Sprung an die Börse schafften, erwarten die Banker in diesem Jahr rund ein Dutzend Platzierungen.

Mit den Zugeständnissen beim Preis reagiert Premiere auf die nach wie vor schwierige Lage am deutschen Markt. 2005 schaffte mit dem Biotechnologiewert Paion bislang erst ein Unternehmen den Gang an die Börse. Mangels Nachfrage musste Paion seine Preisspanne von elf bis 14 Euro auf acht bis 14 Euro senken. Der Ausgabepreis lag bei acht Euro.

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