Shared Mobility Warum sich die Tesla-Aktie verdoppeln soll

Die neue Welt der selbstfahrenden Autos soll nur einer beherrschen: Tesla. Deshalb wird sich die Aktie noch mal fast verdoppeln, erwartet Morgan Stanley. Auch, weil Tesla das nächste Uber werden soll.
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Der Elektroauto-Pionier steigt beim Rennen um autonome Autos ein. Quelle: Reuters
Tesla

Der Elektroauto-Pionier steigt beim Rennen um autonome Autos ein.

(Foto: Reuters)

San FranciscoNicht Google, nicht Apple, nicht Ford und nicht Uber: Wenn es um die Vorherrschaft in einer Transportwelt der vernetzten, selbstfahrenden Autos geht, dann sei Tesla „einzigartig“ aufgestellt, um diesen Markt zu beherrschen. Und wer glaubt, dass die Aktie des Unternehmens, das noch tief in den roten Zahlen steckt, schon jetzt unglaublich hoch bewertet ist, der wird sich ungläubig die Augen reiben: Kostete die Aktie am Montag 254,99 Dollar und 4,8 Prozent mehr als Freitag, hebt Morgan Stanleys das Kursziel von 280 Dollar auf 465 Dollar an. Das wären 91 Prozent mehr als der Freitagsschlusskurs.

Was führt zu dem Optimismus? Selbstfahrende Autos sind ein heißes Thema von Stuttgart bis Mountain View: „Angesichts der Entwicklungsgeschwindigkeit dieser Technologie bei Tesla und Wettbewerbern“, zitiert „Market Watch“ des Wall Street Journals die Analysten, „wären wir nicht überrascht, wenn Tesla in den kommenden zwölf bis 18 Monaten einen Businessplan zu ‚shared mobility‘ vorlegen wird“.

So sauber sind die Autobauer
Platz 10 - Mazda
1 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 128,2 Gramm / 100 Kilometer

Die Japaner können den durchschnittlichen CO2-Ausstoß auch ohne eigenes Elektroauto im Jahresvergleich um 4,4 Prozent senken – und ziehen damit an Hyundai und General Motors (Opel) vorbei.

*Stand: 2014, Quelle: Studie "How clean are Europe's cars?", Transport & Environment

Platz 9: Volvo
2 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 126,5 Gramm / 100 Kilometer 

Trotz einem weiterhin hohen Anteil von SUV bei den Verkäufen konnten die Schweden ihre Emissionen um 3,3 Prozent senken – und damit deutlich stärker als der Markt.

Platz 8 - Volkswagen
3 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 125,8 Gramm / 100 Kilometer 

Europas Marktführer hat die gesetzlichen Vorgaben zwar übererfüllt. Doch 2014 konnte der CO-Ausstoß prozentuell nicht so stark gesenkt werden wie bei der Konkurrenz – trotz etlicher neuer Modelle.

Platz 7 - Suzuki
4 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 123,8 Gramm / 100 Kilometer 

In der Zulassungsstatistik fahren die Japaner unter dem Radar. In puncto CO2-Reduktion landen sie immerhin auf einem Mittelfeldplatz.

Platz 6 - Ford
5 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 121,7 Gramm / 100 Kilometer 

Ungünstige Entwicklung bei Ford. Die Kölner haben sich beim durchschnittlichen CO2-Ausstoß der Flotte im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht verschlechtert.

Platz 5 - Fiat
6 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 116,4 Gramm / 100 Kilometer 

Die Italiener haben ihren günstigen Flottenausstoß vor allem dem hohen Anteil an Kleinwagen zu verdanken. In puncto Reduktion gab es im Vergleich zum Vorjahr kaum Fortschritte.

Platz 4 - Nissan
7 von 10

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß: 115 Gramm / 100 Kilometer* 

Die Japaner haben im Jahresvergleich den größten Fortschritt gemacht, der bisher bei einem Autobauer gemessen wurde. Der CO2-Ausstoß wurde um satte 12,1 Prozent reduziert. Schuld sind vor allem der Qashqai und der Juke, die jetzt deutlich sparsamer unterwegs sind

Mit shared mobility ist die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen durch mehrere Personen gemeint, die nicht unbedingt familiär verbunden sind oder im selben Haushalt wohnen. Ein selbstfahrendes Auto kann zum Beispiel in Zukunft erst die Kinder zur Schule bringen, zurückfahren, die Eltern zur Arbeit fahren und später die Großmutter zum Abendessen abholen.

Shared Mobility beginnt aber schon früher: Pionier ist hier Ford. Mark Fields, der Chef des Autokonzerns, verkündete im Juni in San Francisco den Start eines Pilotprojekts aus Car-Sharing und Autofinanzierung. Bei „Peer-To-Peer-Car sharing“ können Kunden, die ihr Fahrzeug über Ford finanzieren, es mit anderen, vorher von Ford überprüften, Kunden teilen. „Auf diese Weise“, so Fields, „können unsere Kunden sparen und etwas Geld verdienen.“

Das ist direkte Konkurrenz zu Car-Sharing-Diensten wie etwa „Zip-Car“ in San Francisco. Zunächst wurden 14.000 Kunden in sechs US-Städten und in London angesprochen. Das Ganze funktioniert auf Basis einer Smartphone-App, die anzeigt, wo ein Ford-Kunde ein Auto anbietet.

Apple, Google, Daimler, Tesla: Das Rennen um autonome Autos
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4 Kommentare zu "Shared Mobility: Warum sich die Tesla-Aktie verdoppeln soll"

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  • Die USA wird es sich nicht nehmen lassen das Vorzeigeunternehmen Tesla in einer führenden Marktposition plaziert zu sehen. Es ist erst der Anfang einer in Fahrzeugen eingesetzten revoluzionierenden elektrischen Antriebstechnik. Über neue Akkutechnologien werden Elektro-Fahrzeuge in Zukunft noch weitere Strecken zurücklegen können. Man stelle sich nur einmal vor Tesla erichtet ein Werk zur umwandlung von CO2 in der Luft zur Gewinnung von C-Kohlenstoff für die Herstellung einer neuen Generation von Akkutechnologie. Hier rückt sogar der Faktor 100 für die Aktie nah.

  • Ich glaub durch ein Software-Update wird das Gewicht des Autos nicht zunehmen :)

    Steuerfinanziert und marktfeindlich ? :) durch die Verschrottungsprämie wurden die Autobauer in Deutschland aber nicht zu steuerfinanzierten, marktfeindlichen Unternehmen und durch die Supersubventionierung von Diesel auch nicht ? :)

  • Das "selbst fahrende Auto" braucht sehr viel Elektronik und damit sehr viel Strom. Außerdem nimmt damit das Gesamtgewicht des Auto zu. Die Reichweite des Tesla wird somit noch geringer und das Auto wird immer anfälliger gegen Elektronikausfälle. Hitze und Kälte wird dem "selbst fahrenden Uber Tesla" sehr stark zu schaffen müssen. Tesla ist einfach ein steuerfinanziertes und beruht auf marktfeindlichen Gesetzen.

  • Ich denke die Verdopplung ist wohl nur ein kurzfristiges Ziel auf Sicht von einem Jahr, nach einigen Aktiensplits auf Sicht von fünf bis zehn Jahren sind es wohl Vervielfachungen von 10 und mehr.

    Interessant übrigens das oben eingeblendete Umweltranking. Erstens fehlt Tesla, das mit 0 g CO2/km wohl eindeutig Platz 1 belegen würde. Aber zweitens fällt auf, dass nur ein einziger deutscher Autobauer unter den Top 10 liegt, auf Platz 8 VW. Traurig, traurig.

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