Siemens-Chef Löscher kauft weiter zu
Insider glauben an ihre Firmen

Viele Käufe, kaum Verkäufe – die Aktien-Orders der vergangenen beiden Wochen zeigen ein eindeutiges Bild: Deutschlands Top-Manager gehen fest davon aus, dass die Börsenkurse langfristig wieder deutlich steigen werden. Unter der Vielzahl der Aktienorders finden sich interessante Namen mit hohen Volumina.

FRANKFURT. Achtzig Aktienkäufen von Vorständen, Aufsichtsräten und ihnen nahe stehenden Personen stehen seither lediglich acht Verkäufe bei deutschen Unternehmen gegenüber. Das geht aus den Pflichtveröffentlichungen auf der Web-Site der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hervor.

"Viele Unternehmens-Insider gehen wohl davon aus, dass das gesunkene Marktniveau derzeit sehr gute Chancen für einen Einstieg in die eigene Aktie bietet", sagt Christian Rouette von der Forschungsanstalt für Asset Management (Fifam) an der Technischen Hochschule Aachen, das die BaFin-Daten alle zwei Wochen in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking aufarbeitet und daraus das Insider-Barometer berechnet. Es notiert aktuell weiter mit 190 Punkten auf Rekordniveau und signalisiert damit, dass die Top-Manager langfristig mit Kursschüben für die Aktie ihres Unternehmens und für den gesamten Aktienmarkt rechnen. In das Insider-Barometer gehen die Orders aus den 160 Unternehmen des Dax, MDax, TecDax und SDax ein. Dort gab es insgesamt nur drei Verkäufe.

Dass das klare Kaufsignal, das die Top-Manager mit ihren eigenen Aktiendeals abgeben, im Moment am Aktienmarkt kaum Gehör findet, liegt an der US-Immobilienkrise und den damit verbundenen stets neuen Meldungen über hohe Abschreibungen bei Banken. "Unsicherheiten über die zukünftige Entwicklung sowie weiterhin deutliche Kursschwankungen dürften deshalb auch in den kommenden Wochen das Bild an den Finanzmärkten prägen", heißt es von Seiten der WestLB.

Dabei ist das Insider-Barometer allerdings in guter Gesellschaft: Andere Anlagestile wie beispielsweise der Momentum-Strategie, Growth versus Value, die technische Analyse oder die Spekulation auf hohe Dividendenrenditen stoßen im aktuell hypernervösen Marktumfeld ebenfalls an die Grenzen, werden dort doch ihre Aussagen kaum gehört.

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