Aktien
Siemens nach Zahlen schwach - Ausblick bereitet Sorgen

Unklare Worte zum Jahresausblick der Siemens AG haben den Aktienkurs des Industrie- und Technologieunternehmens am Mittwoch belastet. Innerhalb der ersten Handelsstunde fiel die Aktie um 1,27 Prozent und war damit einer der schwächsten Titel im Dax .

dpa-afx FRANKFURT. Unklare Worte zum Jahresausblick der Siemens AG haben den Aktienkurs des Industrie- und Technologieunternehmens am Mittwoch belastet. Innerhalb der ersten Handelsstunde fiel die Aktie um 1,27 Prozent und war damit einer der schwächsten Titel im Dax . Der Leitindex verlor unterdessen 0,40 Prozent auf 4 216,66 Zähler. Die Formulierung eines "schwer einschätzbaren Ergebniszuwachses" bei Vorlage des Quartalsberichts werde am Markt sehr skeptisch gesehen. Einige Investoren werteten dies als Hinweis auf eine drohende Warnung vor sinkenden Gewinnen.

Für das laufende Geschäftsjahr mit Ende September wackelt das Ergebnisziel des Münchener Konzerns offenbar. "Für das Gesamtjahr 2005 hatten wir uns unter bestimmten Voraussetzungen noch einmal einen leichten Ergebnisanstieg zugetraut. Das ist heute schwer einschätzbar", sagte Siemens-Chef Klaus Kleinfeld. Schuld seien Umstrukturierungen im größten Bereich Communications (Com). Im abgelaufenen zweiten Quartal zum Ende März sank der Überschuss unter anderem wegen des weiter defizitären Handygeschäfts und Umstrukturierungskosten.

"Per saldo ist der Quartalsbericht enttäuschend ausgefallen", sagte Analyst Thomas Hofmann von der Landesbank Rheinland Pfalz. "Kaum zeichnet sich eine Lösung bei den Handys ab, liefert ein anderes Segment schwache Zahlen". Fundamental sei die Siemens-Aktie allerdings weiter unterbewertet. Die Ausgliederung der Handy-Sparte sei ein erster deutlicher Schritt in Richtung einer Trennung. Dennoch bestätigte der Analyst die Bewertung der Aktie mit "Outperform", da der Titel fundamental unterbewertet sei. Auch die Experten von Merck Finck & Co bestätigten ihre "Buy"-Einstufung.

Auch Aktienhändler waren enttäuscht vom Zwischenergebnis des Münchener Konzerns. "Die Quartalzahlen lagen am unteren Rand der Erwartungen". Sowohl der Auftragseingang als auch der Vorsteuergewinn (Ebit) seien schwächer ausgefallen als erwartet. Die größte Sorge bereite jedoch der Ausblick.

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