Skandal um Schlachthühner überschattet Geschäftsentwicklung
Anleger sind bei Yum Brands vorsichtig

Für Aufsehen am New Yorker Aktienmarkt sorgt seit einigen Wochen ein Skandal beim zweitgrößten US-Hühnerschlachtbetrieb Pilgrim’s Pride. Der Tierschutzverband PETA hatte einer Reihe von Mitarbeitern vorgeworfen, Hühner grausam misshandelt zu haben.

HB HOUSTON. Darunter leidet zurzeit auch einer von Pilgrims größten Kunden, die Fastfoodkette KFC (Kentucky Fried Chicken), und ihr Mutterkonzern Yum Brands. In der vergangenen Woche verloren Yum-Titel an der Wall Street fast vier Prozent an Wert, während sich die Aktien von Pilgrim’s Pride inzwischen ironischerweise wieder gefangen haben und knapp zwei Prozent fester notieren.

Neben Kentucky Fried Chicken besitzt Yum auch die Marke Pizza Hut und die in den USA beliebte Schnellrestaurantkette Taco Bell. „Die KFC-Sparte wird für Yums Bilanz eigentlich zunehmend unwichtiger, aber für die Marktstimmung ist sie einer der Schlüsselfaktoren“, erklärt Analyst David Palmer von UBS Investment Research. Er setzte seine Einschätzung der Aktie daher vor Kurzem von „Kaufen“ auf „Neutral“ herab und bewertet sie damit etwas pessimistischer als der Großteil seiner Kollegen: Neun von 16 Experten raten Anlegern, Yum-Aktien zu kaufen, sechs empfehlen abzuwarten und einer rät zum Verkauf. Das zeigt eine Tabelle des Finanzdienstes Thomson First Call.

Eine Yum-Aktie kostet zurzeit etwa 37 Dollar, rund zehn Prozent weniger als im April, als sie ihr Jahreshoch erreichte. In den vergangenen zwölf Monaten hat Yum seinen Wert dagegen um mehr als ein Viertel gesteigert. Analyst Peter Oakes von der Investmentbank Piper Jaffray erwartet, dass Yums Titel den Aufwärtstrend bald wieder aufnehmen und binnen Jahresfrist auf etwa 42 Dollar steigen werden.

Anlass für Optimismus geben vor allem die guten Quartalszahlen, die Yum Mitte Juli vorlegte. Mit einem Nettoeinkommen von knapp 180 Mill. Dollar oder 58 Cent pro Aktie übertraf der Konzern sowohl die Erwartungen der Wall Street als auch das Ergebnis des gleichen Vorjahreszeitraums. Gleichzeitig hob Yum das Planziel für den Gewinn im laufenden Jahr um einige Cent an, weil das Geschäft vor allem in Übersee-Märkten wie China und Großbritannien ausgezeichnet läuft.

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