Solar-Unternehmen nennt kaum Details zu Börsengang
Kleinaktionäre kritisieren Conergy

Die Börsenpläne des Hamburger Solar-Unternehmens Conergy haben gleich am ersten Tag der Zeichnungsfrist zur Verstimmung unter Kleinaktionären geführt. Anders als bei Emissionen sonst üblich, hat Conergy gestern weder eine Preisspanne für die insgesamt 4,5 Mill. Aktien noch den genauen Tag der Emission genannt.

scc HB FRANKFURT/M. Stattdessen will das Unternehmen auf einer internationalen Roadshow in den nächsten Tagen ausloten, wie viel institutionellen Investoren das Unternehmen wert ist. Eine Preisspanne soll voraussichtlich am 14. März genannt werden.

„Wir erleben hier eine Mischung aus Intransparenz und voraus eilendem Gehorsam“, sagt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Seine Organisation empfiehlt privaten Investoren deshalb, die Conergy-Aktie vorerst nicht zu zeichnen und solange zu warten, bis eine genaue Bewertung des Unternehmens möglich ist.

Von Seiten der beiden Konsortialführer Deutsche Bank und Commerzbank hält man das neue Verfahren für wesentlich marktnäher als die bisherige Nennung der Preisspanne gleich zu Beginn der Zeichnungsfrist. „Das Feedback der institutionellen Investoren bietet die Basis, um den Preis anschließend besser festlegen zu können“, sagt Martin Hörstel von der Deutschen Bank. Bisher hatten die Großinvestoren auf Börsenkandidaten massiv Druck ausgeübt, wodurch sowohl große Emissionen wie die der Postbank als auch kleine Börsenkandidaten wie zuletzt Paion ihre Preisspanne senken mussten. Dies solle nun mit dem neuen Verfahren verhindert werden, hieß es am Markt.

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