Solar-Unternehmen soll stark wachsen
Analysten loben Börsenkandidat Ersol

Der Erfurter Solarzellen-Hersteller Ersol, der Anfang Oktober ein Listing im Prime Standard der Frankfurter Börse anstrebt, soll in den Jahren bis 2007 deutlich stärker wachsen als die gesamte Solarbranche.

HB FRANKFURT/M. Diesen Ausblick wagen die Analysten von Konsortialführer Deutsche Bank in einer aktuellen Studie. Während sie der Branche Wachstumsraten von 15 bis 20 Prozent zutrauen, gehen die Verfasser Lars Slomka und Alexander Karnick bei Ersol davon aus, dass deren durchschnittliches Umsatzwachstum pro Jahr bis 2007 bis zu 41 Prozent beträgt. Der operative Gewinn könnte im Schnitt sogar um bis zu 96 Prozent wachsen.

Ersol ist nur eines von insgesamt sechs Solar-Unternehmen, die in diesem Jahr noch an die Börse drängen. Angelockt werden diese zum einen durch die immensen Zuwächse bereits gelisteter Solar-Werte wie Solarworld oder Conergy. Zum anderen erfreute sich die Branche zuletzt enormer Zuwachsraten - begünstigt durch die Förderungen des Energieeinspeisegesetzes (EEG).

Zwei Hauptgründe sind nach Ansicht der beiden Analysten dafür verantwortlich, dass Ersol weiter stark zulegen wird. Zum einen hat es das Unternehmen durch den Abschluss langfristiger Lieferverträge mit zwei der weltgrößten Silizium-Hersteller verstanden, rechtzeitig die Weichen in Richtung einer ausreichenden Versorgung mit dem knappen Gut zu stellen. Zum anderen glauben Slomka und Karnick, dass über 90 Prozent der Zell-Produktion bis ins Jahr 2015 verkauft sind.

Mit dem Solaranlagenbauer Solon wurde gerade erst ein Zehnjahresvertrag im Gesamtvolumen von 350 Mill. Euro abgeschlossen. Außerdem gibt es eine Vereinbarung mit dem japanischen Modul-Hersteller MSK. Die Hauptrisiken für den Börsenkandidaten liegen nach Ansicht der beiden Analysten in veränderten politischen Förderbedingungen.

Unklar ist, wie viele Aktien den Anlegern angeboten werden und welcher Emissionserlös dem Unternehmen zufließen soll. Bisher wurde nur bekannt, dass die Düsseldorfer Beteiligungsgesellschaft Ventizz, die 80 Prozent der Aktien hält, einen Teil davon abgeben will. Ventizz hatte Ersol nach der Insolvenz des früheren Eigners Umweltkontor übernommen. Verpflichtungen aus der Umweltkontor-Zeit gibt es laut Vorstandschef Claus Beneking nicht mehr. Ersol hatte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 33 Mill. Euro und einen operativen Gewinn von 3,5 Mill. Euro erwirtschaftet.

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